Die Spur der Ahnen | MDR FERNSEHEN | 02.11.2011 | 20:45 Uhr : Das Geheimnis vom Räuberwald
Ein Film von Galina Breitkreuz
Andreas Geithe war zu Beginn des 18. Jahrhunderts der Anführer der gefährlichsten Räuberbande Thüringens. Das weiß Dorothea Hohl aus Leipzig spätestens seitdem sie Ahnenforschung betreibt. Denn dabei stieß sie auf den berüchtigten Räuberhauptmann. Nun vermutet sie, mit ihm in direkter Linie verwandt zu sein.
In der Familie von Dorothea Hohl gibt es ein dunkles Geheimnis. In der Familie kursiert die Legende, dass ein Vorfahre der Leipzigerin ein berüchtigter Räuber und Mörder gewesen sein soll, genannt der Schwarze Geithe.
Auf der schiefen Bahn
Der Schwarze Geithe war im Land gefürchtet, denn Anfang des 18. Jahrhunderts führte er die gefährlichste Räuberbande Thüringens an. Sein bürgerlicher Name war Andreas Geithe und sein Revier der Wald zwischen Gera und Jena. Dort, wo heute das Hermsdorfer Kreuz liegt, kreuzten sich schon vor über 300 Jahren zwei wichtige Handelswege. Hier, im Räuberwald, trieb die Bande von Andreas Geithe ihr Unwesen. Wohlhabende Reisende und Händler waren die bevorzugten Opfer der Banditen.
Wer sich wehrte, musste um sein Leben fürchten. Wegen ihrer Skrupellosigkeit und Brutalität wurden Andreas Geithe und seine Bande weit über die Grenzen Thüringens hinaus zu einer Legende.
Von der Kanzel herab
Dorothea Hohl hat die Unterlagen ihrer Familie bis zurück zum Jahr 1699 erforscht und sie hat Grund zur Annahme, dass sie direkt vom berüchtigten Räuberhauptmann Andreas Geithe abstammt. Um Gewissheit zu erlangen, muss sie eintauchen in die Zeit der Räuberbanden.
Sie möchte erfahren, warum damals die Geithes auf die schiefe Bahn gerieten und wie sie es schafften, wieder eine ehrbare Familie zu werden. Eine Rolle könnte dabei der örtliche Pfarrer gespielt haben. Er war der große Gegenspieler der Räuber, wetterte jahrzehntelang von der Kanzel gegen das Räubertum. Der Pfarrer hatte zwar keine Waffen, aber er erreichte die Frauen der Räuber...






