Die Spur der Ahnen

Die Spur der Ahnen | MDR FERNSEHEN | 29.06.2011 | 20:45 Uhr : Wie der Sekt nach Sachsen-Anhalt kam

Ein Film von Galina Breitkreuz

Warum heißt der Sekt aus Freyburg an der Unstrut ausgerechnet "Rotkäppchen"? Das interessierte Nicole Lewalder aus Borsdorf bei Leipzig. Bei ihren Nachforschungen kam sie unerwartet einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familie betrifft ... Eine Vorschau auf den Film sehen Sie auf dieser Seite.

Verwandt mit dem berühmten Kellermeister aus Freyburg? Nicole Lewalder geht dieser "Spur der Ahnen" nach. Spielszene
Verwandt mit dem ersten Kellermeister in Freyburg?

Wie der Sekt nach Sachsen-Anhalt kam Fast jeder Deutsche hat irgendwann einmal ein Glas Rotkäppchen-Sekt probiert. Aber weshalb die Kellerei in Freyburg an der Unstrut im heutigen Sachsen-Anhalt ausgerechnet den Namen Rotkäppchen trägt, wissen die Wenigsten.

Nicole Lewalder suchte eines Tages die Antwort auf diese simple Frage. Bei ihren Recherchen auf der Firmenseite im Internet kam sie einem ganz anderen Geheimnis auf die Spur ...

Ein Kellermeister namens Lewalder lässt den Traubensaft prickeln

Ein explosives Geschäft

29.06.2011, 20:45 Uhr | 02:34 min

Bereits seit mehr als 1.000 Jahren wird an Saale und Unstrut Wein angebaut. Die Geschichte des Sektes hingegen ist jung, nicht einmal zwei Jahrhunderte alt. Der erste Schaumwein kam aus der Champagne, durch Napoleons Kriegszüge wurde er in ganz Europa berühmt. Auch in Deutschland versuchte man alsbald, Sekt herzustellen. Ein schwieriges und teures Unterfangen. Das prickelnde Getränk war rar und blieb den oberen Zehntausend vorbehalten. In Freyburg versuchten die Gebrüder Kloss, das Geschäft mit dem Schaumwein aufzunehmen. Das war anfangs ein echtes Abenteuer, zig Flaschen explodierten bei den Experimenten, die richtige Rezeptur zu finden.

Die Spur der Ahnen | Galerie | Wie der Sekt ... : Auf den Spuren von Kellermeister Lewalder

Blick auf die Weinberge bei Freyburg Nicole Alte Dokumente der Kellerei in Freyburg sollen Aufschluss geben

Ein gewisser Herr Lewalder brachte den herben Traubensaft an Saale und Unstrut als erster zum Perlen. Ist er ein Vorfahre von Nicole? Sie reiste nach Freyburg, um das herauszufinden. [Bilder]


Zufällig verwandt?

Nach der Gründung ihrer Weinhandlung 1856 gemeinsam mit ihrem Freund Förster engagierten die Gebrüder Kloss deswegen einen Fachmann, einen Kellermeister, der den herben Tropfen der Gegend zum Perlen bringen sollte. Und der hieß: Lewalder!

Sektkellerei in Freyburg
Blick auf das Gelände der heutigen Rotkäppchen-Sektkellerei

Könnte es sein, dass Nicole Lewalder aus Borsdorf bei Leipzig ausgerechnet mit dem Lewalder verwandt ist, der einst den ersten Sekt der heutigen Rotkäppchen-Kellerei herstellte? Ist es Zufall, dass die junge Frau aus Sachsen denselben Namen trägt? Oder gibt es tatsächlich eine verwandtschaftliche Verbindung zwischen ihr und dem geheimnisvollen Kellermeister?

Nicole Lewalder will das herausfinden und begibt sich mit Ahnen-Detektivin Martina Wermes an der Seite auf die Reise nach Freyburg in Sachsen-Anhalt. Sie erfährt mehr über die Anfänge der heutigen Rotkäppchen-Sektkellerei. Am Ende wird sie erfahren, ob der erste Kellermeister an der Unstrut tatsächlich ihr Vorfahr ist.

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2011, 22:42 Uhr

© 2012 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK