artour

artour | MDR FERNSEHEN | 08.09.2011 | Mit Video : Die Falle - Eine Dokumentation über die Folgen des 9/11

Die New Yorker Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Welt verändert. Sie war ein vor den Augen der Weltöffentlichkeit inszenierter Massenmord, auf den die USA und mit ihr der ganze Westen, reagieren mussten. Die Folgen: Krieg im Irak und in Afghanistan, mittlerweile 7.000 gefallene Soldaten - auch Deutsche - auf der Seite des Westens, Folterskandale, Bedrohung der freiheitlichen Werte in den USA und anderswo. Der Drahtzieher des Terrors, Osama Bin Laden, wurde unlängst von den Amerikanern "zur Strecke gebracht". Und doch ist es ihm gelungen, dem Westen einen Krieg aufzuzwingen, der oftmals zu seinen Bedingungen verläuft - das behauptet der Ex-Spiegel-Chefredakteur und Fernseh-Publizist Stefan Aust in seiner Dokumentation "Die Falle 9/11".

Eigene Prinzipien verletzt

Seine These: Die islamistischen Gotteskrieger hätten Amerika in einen militärischen und moralischen Hinterhalt gelockt, in den die USA auch reingeraten sind und aus dem es so schnell kein Entrinnen gibt. Denn der "Feldzug mit Rachecharakter" - so Aust - der Amerikaner hält an und es ist nicht klar, wie man auf einen Krieg reagiert, bei dem längst nicht mehr so einfach Gut gegen Böse steht. Im Krieg gegen den Terror hat die USA eigene Prinzipien über Bord geworfen. Trauer, Wut und Rache sind eine fatale Mischung mit fatalen Konsequenzen - das zeigt Stefan Aust in seiner Dokumentation auf. Er erzählt davon, wie Amerika und seine Verbündeten in die Falle tappten. artour hat den Journalisten getroffen und mit ihm über die - seiner Ansicht nach gelungene - Taktik Bin Ladens gesprochen, die zum Ziel hatte, dass Amerika die Nerven verliert. 

"Die Falle 9/11" - Die Ausstrahlung gibt es am 11. September 2011 im MDR.

Zuletzt aktualisiert: 09. September 2011, 16:07 Uhr

artour-Beitrag

Andreas Lueg

© 2012 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK