Kunstmuseum Schloss Moritzburg | Halle | Bis 07.10.2012 : georg baselitz. romantiker kaputt
So hat er sich in die Kunstgeschichte eingeschrieben: Als Maler der umgekehrten Welt wurde Georg Baselitz berühmt. In Halle zeigt er jetzt, wie alles begann, die Zeit vor den Kopfständen. Die Zeit der Suche, der Provokationen, der enthüllenden Selbstbildnisse. Aufregende Sujets, großartig auf Papier oder Leinwand gebracht. Schade, dass dieser Baselitz so selten hinter der Wand der umgedrehten Akte hervorschauen darf. Vermutlich denkt der Künstler ähnlich, wenn er die frühen Arbeiten heute als "das Beste, was ich je gemacht hab'" einordnet.
Längst ist er ein berühmter Künstler, doch es gab Jahre, in denen der als Georg Kern im sächsischen Deutschbaselitz Geborene, abseits der breiten Kunstöffentlichkeit provozierende und skandalöse Werke schuf. Der Ausstellungstitel "Romantiker kaputt" ist ein Zitat aus dem 1990 entstandenen Bilderzyklus "Malelade" und deutet auf die geistigen Spannungen hin, in die sich Baselitz immer wieder gestellt hat. In der Ausstellung mit über 150 Leihgaben kann Baselitz' künstlerische Strategie von den Anfängen bis in die Gegenwart verfolgt werden. Gezeigt werden ausgesucht qualitätvolle Werke des Künstlers, hauptsächlich aus der Frühzeit: Gemälde, Zeichnungen, Unikat-Drucke und grafische Werkreihen.
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