Tipps : Gartenbuhlschaft, Freiluftgalerie, Klang-Kunst-Garten
Kunst im Grünen, dafür hat "artour" diesmal einige Empfehlungen: "Gefährliche Liebschaften" im Barockpark von Schloss Lichtenwalde, eine Freiluftgalerie in Leipzig, ein Klang-Kunst-Garten in Höngeda.
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Gartenbuhlschaft
Durch den Barockpark des Schlosses Lichtenwalde flaniert ein Paar - gepuderte Perücken, Spitzenjabots, Schnallenschuhe - und führt hoch geistige Gespräche über die Liebe. So gehen die "Gefährlichen Liebschaften" von Choderlos de Laclos von 1782 heute, wenn Anna Silke Röder und Andreas Unglaub, das "Schlosstheater Augustusburg", ihr Publikum durch die Anlage mit ihren Alleen, dem Teich, den Hecken, der Pergola und den gut platzierten Schneisen ins Erzgebirgsvorland locken und dabei mit Laclos fragen: "Seht Ihr nun , welches der rechte Brauch der Gärten, und wozu sie gemacht sind?" Die Zuschauer sehen.
Aufführungen am 10. und 25. August
Barockpark am Schloss Lichtenwalde
Schlossallee 1
09577 Niederwiesa
Tel. 03726 / 8873810
Dreiklang - Skulpturen, Objekte
Die Objekte spielen mit Wind und Licht, die Skulpturen machen sich lang oder klein und rund - auch in dieser Ausstellung zwischen den hohen Birken der Freiluftgalerie im Leipziger Stadtteil Stötteritz ist viel zu entdecken - wie immer seit 1980 in der grünen Oase direkt an der Straße, die der Künstler Günther Huniat von der Stadt pachtete und zur Galerie machte. Ende des Jahres ist Schluss, und das auf die typische Leipziger Art: Das Grundstück wurde von der Stadt verkauft, der Pächter erfuhr zufällig davon und muss nun einem Ärztehaus weichen - dem dann vierten auf dem Karree. Schade.
Ausstellung bis 31. Oktober
montags bis freitags, 10 bis 17 Uhr, geöffnet
Klang-Kunst-Garten
Seit Ende Mai gibt es einen guten Grund, nach Höngeda bei Mühlhausen zu fahren - zum Beispiel, wenn man in der Gegend gerade Urlaub macht. Das Schulförderungszentrum "Janusz Korczak" lädt in seinen Garten - und der ist viel mehr als Beete, Bäume, Wege. Hier kann man sinnliche Erfahrungen machen, ob man nun barfuß auf einem Weg verschiedenste Materialien wie Steine, Torf, Tannenzapfen erfühlt, die zarten Töne der Windharfe hört oder selbst Töne erzeugt.
Pflanzen oder eine Arche Noah illustrieren biblische Geschichte, und auf eingefriedeten Gras-Lagern kann man die neuen Erfahrungen chillend überdenken. Die rund 200 Schüler des integrativen Zentrums, zum Teil schwerst behindert, sind nicht nur Nutzer, sondern haben ihre Ideen in den Garten eingebracht.
Förderzentrum "Janusz Korczak"
Thomas-Müntzer-Weg 6
99998 Weibergen-Höngeda
