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artour | MDR FERNSEHEN | 06.10.2011 | 22:05 Uhr | Video : "Wunderkinder"

Elin Kolev ist Geigenvirtuose. Schon mit acht Jahren gab er sein Solistendebüt. Nun ist er in einer Hauptrolle in Marcus O. Rosenmüllers Drama "Wunderkinder" zu sehen. "artour" hat Elin Kolev und den Regisseur zum Gespräch getroffen und stellt den Film vor.

Elin Kolev ist 14 Jahre alt und jemand, auf den die Bezeichnung Wunderkind durchaus zutrifft, auch wenn er selbst das nicht so gern hört. Für ihn ist die Sache ganz einfach: Er spielt eben gern Geige. Elin Kolev lebt in der sächsischen Kleinstadt Zwickau. Am hiesigen Konservatorium begann er im Alter von fünf Jahren Geigenunterricht zu nehmen und schon mit acht gab er sein Debüt als Solist. Mit zehn Jahren wurde er jüngster Student der Leipziger Musikhochschule und mit zwölf stand er bereits auf der Bühne der New Yorker Carnegie Hall. Seine erste CD ist gerade bei Sony Classic erschienen und fast zeitgleich kann man den jungen Künstler jetzt auch im Kino erleben.

Filmrolle in Kriegsdrama

Sein Können auf der Violine brachte ihm eine Hauptrolle in Marcus O. Rosenmüllers Drama "Wunderkinder" ein. Dort spielt er den Abrascha, einen hochbegabten Violinisten, der zusammen mit seiner Pianistenkollegin Larissa in der Ukraine des Jahres 1941 als Wunderkind gefeiert wird. Auch Hanna, die Tochter eines deutschen Brauereibesitzers, erlebt ein Konzert der beiden, woraufhin sie mit ihnen spielen und Unterricht haben möchte. Nach anfänglicher Ablehnung kommen sich die beiden jüdischen Wunderkinder und das deutsche Mädchen näher. Sie machen zusammen Musik und eine tiefe Freundschaft entsteht.

Doch nach dem Überraschungsangriff der Deutschen auf die Sowjetunion sind Hanna und ihre Familie in der Ukraine nicht mehr sicher. Die jüdischen Kinder Abrascha und Larissa helfen Hanna und ihren Eltern und verstecken sie. Bald wendet sich das Blatt und die Nazis marschieren in der Ukraine ein. Als die Deportationen beginnen, versuchen nun Hanna und ihre Familie Abrascha, Larissa und deren Familien vor der SS zu retten.  

Wir haben Elin Kolev in Zwickau getroffen, ihn bei einer Probe begleitet mit ihm über seine Musik und seine neu entdeckte Leidenschaft für die Schauspielerei gesprochen. Regisseur Marcus O. Rosenmüller erzählt von den Schwierigkeiten, einen Abrascha für seinen Film zu finden, und erklärt, was für ihn Wunderkinder sind.

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2011, 08:36 Uhr

"artour"-Beitrag

von Ulrike Reiss

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