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"LebensZeiten - Mitten im Land"

Unmittelbar nach der Wende machte sich der Fotograf Gerhard Weber mit seiner Kamera auf den Weg, um das ländliche Leben in Nordwestsachsen zu erforschen. Es wurde ein Langzeitprojekt über 20 Jahre. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die einfachen Menschen. Weber fotografierte sie in ganz alltäglichen Situationen: In ihren Wohnungen, auf den Feldern, in den Ställen und auf den Straßen. Der Fotograf erfasste mit viel Einfühlungsvermögen die Persönlichkeit und Würde der Porträtierten.

Bis zum 28. August 2011 sind seine Bilder in Grimma zu sehen: Unter dem Titel "LebensZeiten – Mitten im Land" werden an fünf Standorten beidseits der Mulde 300 Fotografien unter freiem Himmel präsentiert. Webers Werk wirft einen Blick in eine Lebenskultur, die im Begriff ist zu verschwinden. "artour" sprach mit dem Fotografen über seine Arbeit und die Ausstellung.  

Freiluft-Ausstellung von Gerhard Weber: LebensZeiten - Mitten im Land - Impressionen

Kattnitz 2001  Open air-Bilder auch in Höfgen an einem Stallgebäude    Kobschütz 1995

"artour"-Beitrag: Von Hans-Michael Marten

Aussteigen - Nebenwirkungen und Risiken

Der Autor André Meier lebt seit elf Jahren auf dem Land. Er kennt sich aus mit den Tücken des Aussteigerlebens. Sein Buch "Die kleine Aussteigerfibel" erklärt das Landleben in allen Facetten. Der Traum von Frischluft und Ruhe trifft hier auf die Realität – ein Leben ohne Arzt um die Ecke oder den zuverlässigen Winterdienst. Davon handelt auch sein neues Buch, das er gemeinsam mit Anja Baum geschrieben hat: "Hollerbusch statt Hindukusch".

Dem euphorischen Neustart an der Frischluft folgte das Bewusstsein für Entbehrungen. Denn am Hollerbusch, so die Autoren, fällt man nicht nur gelegentlich von der Leiter oder schon abends um zehn ins Bett, sondern auch immer wieder in verstörende Sinnkrisen. Beide Bücher erzählen schonungslos vom Pro und Kontra des Aussteigerlebens. Romantik ade? "artour" traf André Meier und sprach mit ihm über seine Aussteiger-Erfahrungen - die guten und schlechten.

"artour"-Beitrag: Von Rayk Wieland

Sausedlitz präsentiert sein Einheitsdenkmal

Betonschweine als Einheitsdenkmal in Sausedlitz bei Delitzsch
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Schweine tanzen ringelreih.

21.07.2011, 22:05 Uhr | 02:05 min

Drei 1,50 Meter große Betonschweine tanzen ringelreih um einen Berg glühender Kohle. Sie haben sich bei den Forderpfoten gefasst und lächeln sich zufrieden an. Das ist die neue Sehenswürdigkeit in Sausedlitz bei Delitzsch.  Und nicht nur das. Es ist ein offiziell gefördertes Einheitsdenkmal. Wäre die Wende nicht gekommen, hätte der Ort dem Braunkohlebergbau weichen müssen. "Schwein gehabt", sagten sich die Bürger von Sausedlitz. Unser Reporter hat sich die etwas andere Schweinerei vor Ort angesehen.

"artour"-Beitrag: Von Sascha Conrad

Zuletzt aktualisiert: 26. August 2011, 10:03 Uhr

Ausstellungstipp:

"LebensZeiten - Mitten im Land" -
Fotografien von Gerhard Weber 1991 – 2011 | Bis 28. August 2011 in Grimma, Höfgen und Nimbschen open air

Buchtipp:

Lebenszeit: Gerhard Weber - Fotografie 1991-2011 - Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung, Mit einem Essay von Jörg Jacob, Denkmalschmiede Höfgen, Edition Wächterpappel 2011

Buchtipp:

André Meier/ Anja Baum: "Hollerbusch statt Hindukusch" - Neues von der Aussteigerfront | Seitenstraßenverlag | ISBN-10: 3937088083
ISBN-13: 978-3937088082

Die kleine Aussteigerfibel: Landleben für Anfänger von A bis Z |
Piper | ISBN-10: 3492264697
ISBN-13: 9783492264693

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