artour | MDR FERNSEHEN | 02.02.2012 | 22:05 Uhr | Video : Die Musikalische Komödie soll bleiben wie sie ist!
Das Kultur-Sparprogramm soll wieder einmal der 'Muko' zu Leibe rücken. Leipzigs OBM Burkhard Jung überrascht nun im "artour"-Interview: Er will sich für den Erhalt der Muko in der jetzigen Form stark machen. Ist die Zitterpartie beendet?
Laut einem Gutachten erwartet den Leipziger Kulturetat bis zur Spielzeit 2014/2015 eine Deckungslücke von 5,7 Millionen Euro. Dieses Gutachten beschreibt auch "radikale Kürzungsszenarien", darunter sogar mögliche Spielstättenschließungen. Die schlechtesten Karten in diesem Schwarze-Peter-Spiel hat bisher die Musikalische Komödie, kurz Muko: Ihr Ende könne rund sechs Millionen einsparen, heißt es. Damit entbrannte eine heiße Diskussion um die Zukunft des Hauses.
Doch die Muko ist eine wichtige Spielstätte für Leipzig. Und: Die gutachterlich prognostizierte Finanzierungslücke beträgt gerade einmal drei Promille des städtischen Haushalts. Der Leipziger OB Burkhard Jung betonte kürzlich noch, dass eine Schließung für ihn nicht in Frage käme, man aber über eine Fusion nachdenken müsse. Wenn die Muko fusioniert – beispielsweise mit dem Theater der jungen Welt – bedeutet dies jedoch das Aus für das Ensemble. Dann hat Leipzig zwar noch ein hübsches Theatergebäude, aber die Sänger, Tänzer und Musiker stehen auf der Straße. Nun hat Burkhard Jung im "artour"-Interview Druck aus der Diskussion genommen: "Ich werde dem Stadtrat einen Vorschlag machen, der die Operette, die Muko als Teil der Oper in Lindenau, in den nächsten Jahren absichert. Ein "artour"-Beitrag über die Frage: Wie geht es weiter mit der Musikalischen Komödie in Leipzig?
"artour"-Beitrag
von Hans-Michael Marten
Musikalische Komödie Leipzig
Haus Dreilinden
Dreilindenstraße 30
04177 Leipzig
Tel.: 03 41-1 26 11 15
