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artour | MDR FERNSEHEN | 10.11.2011 | 22:05 Uhr | Video : "Der Fall Chodorkowski" - ein Dokumentarfilm über den ehemaligen russischen Oligarchen

Seit acht Jahren sitzt Michail Chodorkowski in Haft. Ist er schuldig, oder hat er in einem Männer-Machtkampf den Kürzeren gezogen? Der Dokumentarfilm "Der Fall Chodorkowski" versucht diesen Fragen nachzugehen.

Michail Chodorkowski - der ehemalige Konzernchef und einer der reichsten Männer Russlands - sitzt noch immer im Gefängnis. Die Berufungsklage, über die im Mai 2011 entschieden wurde, blieb erfolglos. Chodorkowski hatte hoch gepokert, als er sich mit der Regierung anlegte. Der Dokumentarfilm über sein Leben, der schon auf der letzten Berlinale für Aufmerksamkeit sorgte, kommt nun in die Kinos. Eigentlich bietet die Geschichte Chodorkowskis genug Stoff für einen Spielfilm. Aber Regisseur Cyril Tuschi entschied sich für einen Dokumentarfilm. Der erzählt, wie sich Chodorkowski vom kommunistischen Jugendverbandsfunktionär zum eiskalt agierenden Superkapitalisten mausert und dann seinem Präsidenten, dem autokratisch regierenden Wladimir Putin, als geläuterter Demokrat die Stirn bietet.

Männer-Machtkampf

Ein Drama von shakespearscher Dimension, in dem - um im Bilde zu bleiben - einer dem anderen den Dolch ins Herz stößt. Wir wissen, dass Putin dies war. Chodorkowskis Schicksal wirft in geradezu gleichnishafter Weise die Frage auf, inwiefern aus einem Täter ein Opfer werden kann. Und der Film versucht auf diesem extrem schwierigen Feld eine Position zu finden und zu behaupten.

"artour" stellt den Film vor und spricht mit dem Filmemacher Cyril Tuschi über seinen Protagonisten.

Zuletzt aktualisiert: 11. November 2011, 08:28 Uhr

artour-Beitrag

von Ulf Kalkreuth

Filmstart

am 17.11.2011

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