artour | MDR FERNSEHEN | 13.10.2011 | 22:05 | Video : Deutscher Buchpreis für Eugen Ruge - Ein Porträt
Mit "In Zeiten des abnehmenden Lichts" gewann Eugen Ruge den Deutschen Buchpreis 2011. Mit seinem Roman über die Geschichte einer weitverzweigten deutschen Familie setzte er sich an die Spitze der sechs Favoriten.
"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2011 steht fest: Eugen Ruge hat es mit seinem Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" an die Spitze der sechs Favoriten geschafft. Schon für das Manuskript zu seinem Buch erhielt er den Alfred-Döblin-Preis. Der Roman erzählt die Geschichte einer weitverzweigten deutschen Familie und spiegelt damit auch ostdeutsche Vergangenheit.
Große Unterhaltsamkeit und ein starker Sinn für Komik
"Sein Buch erzählt von der Utopie des Sozialismus, dem Preis, den sie dem Einzelnen abverlangt, und ihrem allmählichen Verlöschen. Zugleich zeichnet sich sein Roman durch große Unterhaltsamkeit und einen starken Sinn für Komik aus", lautet die Begründung der sieben Jury-Mitglieder. Ruge hat sich durchgesetzt gegen: Jan Brandt (Gegen die Welt, DuMont), Michael Buselmeier (Wunsiedel, Das Wunderhorn), Angelika Klüssendorf (Das Mädchen, Kiepenheuer & Witsch), Sibylle Lewitscharoff (Blumenberg, Suhrkamp) und Marlene Streeruwitz (Die Schmerzmacherin, S. Fischer). artour über den diesjährigen Buchpreisgewinner und seine Geschichte.
"artour" zeigt Eugen Ruge im Porträt.
Eugen Ruge
Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Ural) geboren. Er sutdierte an der Humboldt-Universität Mathematik und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Bis 1988, als er von der DDR in den Westen ging, war er im Defa-Studio für Dokumentarfilm tätig. Seit 1989 arbeitet Ruge meist für Theater und für den Rundfunk als Autor und Übersetzer.
Buchtipp
Eugen Ruge "In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Verlag: Rowohlt
432 Seiten
19,95 Euro
