Weitere Themen bei "artour" | 02.02.2012
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Jagd und Macht
Was verbindet Wilhelm II., Hermann Göring und Erich Honecker? Die Jagdleidenschaft in der Schorfheide. Und sie waren nicht die Einzigen: Könige, Kaiser, Diplomaten und Staatsoberhäupter gingen im Wald auf Pirsch und sicherten ihre Stellung, während sie kleinere und größere Tiere töteten oder zumindest so taten. Zwei Berliner Historiker haben jetzt, nach jahrelangem Quellenstudium ihr Buch "Jagd und Macht" herausgebracht. Es gibt Aufschluss darüber, wie die "Diplomatie im Grünen" funktionierte. "artour" stellt das Buch vor und beantwortet die Frage nach dem Sinn des Jagdausflugs in der Geschichte.
"artour"-Beitrag: Gabi Dennecke
"Mein Kampf" am Kiosk
Es sollte nicht nur das Buch der Bücher sein, es sollte auch genau so aussehen: Adolf Hitlers Buch "Mein Kampf", Untertitel "Eine Abrechnung", wurde ab 1936 im Format der Bibel jungen Brautpaaren in Standesämtern überreicht. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erreichte die Auflage fast 10 Millionen Exemplare. Hitler machte keine Geheimnisse aus seinen Absichten. In dem 1924/25 geschriebenen Pamphlet sind die Juden "Völkerparasit" und "Vampir". Gefordert wird die Errichtung eines "germanischen Staats deutscher Nation" nach dem "Führerprinzip". Gelesen haben die Deutschen "Mein Kampf" kaum. Verantwortlich dafür seien, so Historiker, Hitlers "schlechter Stil" und seine "verworrenen Ansichten". Nach 1945 übertrugen die Alliierten die Urheberrechte an das Land Bayern, das die weitere Verbreitung des Buchs in Deutschland verbot - bis heute. Jetzt will der britische Verleger Peter McGee im Rahmen seines "Zeitungszeugen"-Projekts kommentierte Auszüge aus diesem Buch veröffentlichen.
"artour"-Beitrag: Rayk Wieland
Buchtipp
Ciesla, Burghard; Suter, Helmut:
Jagd und Macht
Die Geschichte des Jagdreviers Schorfheide. Ein Begleitbuch zur Ausstellung Jagd und Macht.
bebra, 2011
ISBN 3-89809-090-6
24,95 EUR
