Weitere Themen bei "artour" | 25.10.2012 | Mit Videos
Exotik auf Bestellung - Westwagen in der DDR
Auf den Straßen der DDR rollten nicht wenige importierte Autos aus der anderen Hälfte Deutschlands, aus Frankreich oder gar Japan. Denn mit etwas Glück und unter bestimmten Voraussetzungen durfte der DDR-Bürger nicht nur davon träumen solch ein Modell sein Eigen zu nennen.
Ein Grund: Zu einem schönen, bunten und modernen Stadtbild konnten - insbesondere für die Außenwirkung - nicht nur DDR-Fabrikate gehören. Es brauchte einige Hingucker. Dafür förderte die DDR-Spitze gezielt den Import von Westwagen - anfangs nur für Berlin. Doch das stiftete Unmut und zahlreiche Eingaben aus dem Rest der Republik.
Ab 1979 konnte sich jeder, unabhängig vom Wohnort, für ein "Westauto" bewerben. Die Voraussetzungen dafür waren: Eine Fahrzeugbestellkarte für einen Viertürer, eine Wartezeit von mindestens vier Jahren und ein nachweisliches Kapital von 38.500 Ostmark, was fast dem doppelten Neupreis eines Ladas entsprach. Blieb noch eine Frage: Wie kommt man Ersatzteile? Den Hintergründen und Geschichten über die Westwagen in der DDR widmet sich derzeit eine Sonderausstellung im Fahrzeugmuseum Chemnitz. "artour" über Westwagen und ihre Ostbesitzer.
Autor: Matthias Schmidt
Katherine Pancol: "Der langsame Walzer der Schildkröten"
In Frankreich ist sie ein Star, ihre Bücher sind Bestseller und mittlerweile in 31 Sprachen übersetzt. Bei uns erschien jetzt "Der langsame Walzer der Schildkröten", der zweite Teil einer Trilogie, deren erster Teil mit dem Titel "Die gelben Augen der Krokodile" im vergangenen Jahr herauskam und deren dritter Teil im nächsten Herbst erscheinen soll. "Montags sind die Eichhörnchen im Central Park traurig" wird er heißen.
Worum geht es? Mitnichten um Tiere, auch wenn diese immer mal vorkommen in der Handlung. Die Hauptperson ist Joséphine, eine unscheinbare, schüchterne Frau, die an der Universität zum Mittelalter forscht und angestachelt von ihrer hübschen Schwester Ines ein Buch schreibt. Es wird zum Bestseller. Wie es dazu kommt und wie sie damit umgeht, davon handeln die beiden ersten Bücher. Daneben beschreibt Katherine Pancol mit ihrer schönen, bildhaften Sprache die französische Gesellschaft, ihre Rituale, Abläufe, Schichten. Sie schafft einen Reigen von Personen, die jede für sich interessant und liebenswert sind und im Internet wohl sogar einen eigenen Fanclub haben. "artour" über Katherine Pancol und ihre Trilogie.
Autorin: Katrin Freudenberg
Filmmusiktage in Sachsen-Anhalt - Komponistin Anette Focks im Porträt
Ohne Musik würden Filmszenen nur die Hälfte der Gefühle hervorrufen, wären Serien nicht so leicht wieder erkennbar, wären dramatische und spannende Szenen dröge. Komponisten, Sounddesigner und Medienkünstler treffen sich in dieser Woche zum fünften Mal in Halle, um sich über die Kompositionen für bewegte Bilder auszutauschen.
Unter ihnen ist in diesem Jahr die Filmmusikerin und Komponistin Anette Focks. Sie schrieb die Musiken zu vielen bekannten Filmen wie "Krabat", "Dreiviertelmond", "Simon" oder "Ein fliehendes Pferd". 2005 gewann sie den Deutschen Fernsehpreis in der Sparte Beste Musik für gleich fünf Filme. Ein Film - "Vier Minuten" - entstand gar erst auf der Grundlage ihrer Komposition. "artour" stellt Anette Focks vor und spricht mit ihr über ihre Faszination am Genre Filmmusik und ihre Erfolgsrezepte beim Komponieren.
Autor: Hans-Michael Marten
Ausstellungstipp:
Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V.
Zwickauer Straße 77
09112 Chemnitz
dienstags bis sonntags | 10:00-17:00 Uhr
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Buchtipp:
Katherine Pancol:
"Der langsame Walzer der Schildkröten",
672 Seiten, C. Bertelsmann
ISBN: 978-3-570-10117-9
Preis: 22,99 Euro
Veranstaltungstipp:
Galakonzert bei den Filmmusiktage in Sachsen-Anhalt
27.10.2012 | 19:30 Uhr | Oper Halle
"The Illusion of Life"
Mit der Staatskapelle Halle unter der Leitung von Bernd Ruf.
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