BAMBI

Historie : Von der Zeichentrickfigur zum Medienstar

Seit 1948 wird der BAMBI vergeben, ursprünglich allerdings als Filmpreis. Die erste Preisträgerin war übrigens Marikka Rökk, deren Tochter dem Reh seinen Namen gab.

Bambi Statue
Ein BAMBI

Das wohl berühmteste Rehkitz der Welt ist eigentlich ein Hirsch und auch längst kein Kitz mehr. 1923 erschien das Buch "Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde" von Felix Salten. 1942 folgte der Zeichentrickfilm von Walt Disney. Spätestens seit dieser Zeit ist das Bambi aus den Kinderzimmern dieser Welt nicht mehr wegzudenken.

BAMBI wurde 1948 ins Leben gerufen. In einer Zeit, in der Resignation und Ruinen den Alltag bestimmten, machte das Reh den Menschen Mut. Ursprünglich war BAMBI ein Filmpreis, die Leser der "Filmrevue" wählten ihren beliebtesten Leinwandstar. Als das Fernsehen begann, die Wohnzimmer zu erobern, wurde daraus auch eine Auszeichnung für TV-Stars. Die erste Preisträgerin war Marika Rökk, deren Tochter dem putzigen Reh seinen Namen gab: "Oh, das sieht ja aus wie ein Bambi", rief sie bei seinem Anblick aus. 

Anfang der 80er-Jahre wurde BAMBI zum Medienpreis ausgeweitet. Das nationale wie internationale Star-Aufgebot ist in jedem Jahr riesig: Michael Jackson, Tom Cruise, Meg Ryan, Keanu Reeves und Eva Longoria waren bereits unter den Gästen. Hohen Besuch gab es bei der BAMBI-Verleihung 2005: Bill Clinton wurde mit dem Charity-BAMBI geehrt. 2006 ging das Reh in dieser Kategorie an Ihre Majestät Königin Sylvia von Schweden, 2007 erhielt Königin Rania von Jordanien den Ehren-Bambi für ihr soziales Engagement. 1998 feierte das goldene Reh seinen 50. Geburtstag. Zu den Preisträgern der glanzvollen Gala in Karlsruhe gehörte Marika Rökk, die ihr Reh von 1948 mitgebracht hatte. Zum Sechzigsten zog es das Reh 2008 in seine Heimatstadt Offenburg, wo es besonders umjubelt wurde. 

Zuletzt aktualisiert: 11. November 2010, 18:09 Uhr