Radio und Fernsehen ohne Hindernisse Programm für alle! - Barriere-frei

Radio und Fernsehen ist für alle da.
Für manche Menschen
ist das aber schwierig.
Weil sie nicht hören können.
Oder weil sie blind sind.
Oder weil sie schwere Texte
nicht verstehen.
Deshalb will der MDR
mehr barriere-freie Sachen machen.
Fürs Radio.
Fürs Fernsehen.
Und fürs Internet.

Eine Zeichnung: Eine Hand mit einem hochgehaltenem Daumen.
Bildrechte: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

Barriere-frei bedeutet:
Ohne Hindernisse.
Jeder soll die Sendungen vom MDR
gut verstehen können.
Auch Menschen mit verschiedenen Behinderungen.
Das will der MDR erreichen.

Sendungen mit Unter-Titeln für Menschen mit Hör-Behinderung

Bildergalerie zur Untertitelung
Wetter-Bericht mit Unter-Titeln Bildrechte: MDR/Julia Hartmann

In Deutschland leben viele Menschen
mit Hör-Behinderungen.
Sie können Sendungen im Radio
und Fernsehen nicht gut verstehen.
Oder sie können die Sendungen
gar nicht verstehen.
Deshalb gibt es
Fernseh-Sendungen mit Unter-Titeln.
Das sind Texte
am unteren Rand vom Fernseh-Bild.
Dort steht,
was im Fernsehen gerade gesprochen wird.

Der MDR zeigt auch jetzt schon
Sendungen mit Unter-Titeln.
Dazu muss man am Fernseher
die Video-Text-Seite 150 auswählen.
Dann kann man die Sendung
mit Unter-Titeln anschauen.

Bis jetzt sind nicht alle Fernseh-Sendungen
mit Unter-Titeln.
Der MDR will das verbessern.
Bis 2017 sollen die meisten Fernseh-Sendungen
Unter-Titel haben.
Dazu gehören zum Beispiel:

  • Nachrichten,
  • Sendungen zum Lernen,
  • Fernseh-Serien,
  • Sport-Sendungen,
  • Musik-Sendungen
  • und viele andere Sendungen.

Sendungen mit Gebärden-Sprache für Menschen mit Hör-Behinderung

Eine Zeichnung: Zwei Menschen unterhalten sich in Gebärdensprache.
Bildrechte: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

Für Menschen mit Hör-Behinderungen
gibt es auch Sendungen
mit Gebärden-Sprache.
Das ist die Zeichen-Sprache
für gehör-lose Menschen.

Bis jetzt gibt es die Nachrichten-Sendung
"MDR um 11" mit Gebärden-Sprache.
Oder die Politik-Sendung "Fakt" im Ersten.

Die Sendungen mit Gebärden-Sprache
kann man im Internet anschauen.
Zum Beispiel im Live-Stream.
So spricht man das: Leif Striem.

Im Live-Stream kann man die Sendung
zur selben Zeit wie im Fernsehen sehen.
Oder man schaut die Sendung später an.
Dann findet man sie in der Mediathek.

Hör-Filme für Menschen mit Seh-Behinderungen

Für Menschen mit Seh-Behinderungen
gibt es Hör-Filme.
Ein Mann oder eine Frau erzählt,
was in dem Film passiert.
Das nennt man Audio-Deskription.

Die Sendungen sind gemacht
für Menschen mit Seh-Behinderungen.
In Deutschland gibt es ungefähr
1 Million Menschen mit Seh-Behinderungen.

Beim MDR gibt es das
schon mehr als 15 Jahre lang.
Am Anfang waren es nur Fernseh-Serien.
Jetzt gibt es schon viel mehr Fernseh-Sendungen
mit Audio-Deskription.
Zum Beispiel Filme zum Lernen.
Oder Kinder-Filme.
Oder Märchen-Filme.

Der MDR macht jedes Jahr
ungefähr 30 Hör-Filme.
Bis jetzt hat der MDR
schon über 500 Hör-Filme gemacht.

Im Jahr 2007 hat der MDR
sogar einen Preis gewonnen.
Er heißt: Deutscher Hör-Film-Preis.
Den Preis bekommen
nur die besten Hör-Filme.

Beim MDR gibt es jeden Tag Hör-Filme.
Die meisten zwischen 8 und 11 Uhr abends.


Quelle: "Leicht gesagt" - Agenturfür leichte Sprache.

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2016, 19:41 Uhr