Flugabenteuer am Hindukusch

Start im Camp

Sonntagmorgen kurz vor neun Uhr,  mit dröhnenden Lärm erhebt sich die Rotte der Heeresflieger in den  Himmel über Afghanistan.

Wir sind gestartet an einem Aussenlager der Bundeswehr, dem sogenannten OP North in der Provinz Baghlan im Norden des Landes. Schutzweste und Helm sind Pflicht, für uns und die 10 anderen Soldaten an Bord.

Weste und Helm. Das ist Pflicht.

Wir fliegen tief über die Ausläufer des Hindukusch in Richtung Kundus, die Heckklappe ist geöffnet,  ein Soldat,  der sogenannte Spotter, sitzt angeleint am Heck des Hubschraubers und beobachtet das Gelände unter sich.

Der Spotter an der Heckklappe

Die beiden Bordschützen beobachten aus den beiden vorderen Fenstern das Umfeld, schwere Maschinengewehre richten ihre Läufe Richtung Boden.

Nach der Landung in Kunduz erklärt uns Sascha, der Pilot, die Gefahren:

Entweder legten sich die Aufständischen mit Maschinengewehren auf die Lauer, dann sei der Tiefflug gefährlich oder sie versuchen mit der Panzerfaust den Hubschrauber  zu treffen.  Deshalb ändern die Piloten Flugrouten und –höhen, bloß keine Routine lautet die Devise.

Sascha, der Pilot

Und dann drehen sich wieder die Rotorblätter, bis auf 3600 Meter Höhe steigen die beiden Hubschrauber  auf dem Weg Richtung Osten nach Feyzabad, dort in der Provinz Badakshan sind noch mehrere hundert Soldaten stationiert, die Gegend gilt als vergleichsweise ruhig und dennoch berichten uns die Soldaten  vor Ort von Raketenwarnungen.

Flares vom CH53, zur Racketenabwehr.

Nach einer kurzen Pause geht es  weiter in Richtung Mazar –i- Sharif, die ganze Vielfalt der afghanischen  Landschaft rast unter uns vorbei.

Flugfeld Mazar -i -Sharif

Dann landen wir im Camp Marmal in Mazar-i-Sharif ,  es ist so heiß wie lange nicht, in der Sonne über 50 Grad,  sagt ein Soldat, die Rotorblätter stehen still, wir steigen aus.

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Eine Antwort auf Flugabenteuer am Hindukusch

  1. berna sagt:

    Habt Ihr schon gesehen: Das Video ARD-exclusiv: Verloren am Hindukusch http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/player?vcrid=crid%3A%2F%2Fdaserste%2Fdoku%2F0506185316

    Reportage / Dokumentation

    ARD-exclusiv: Verloren am Hindukusch
    Sonntag, 05.06.2011 13:15 im Ersten
    ie nennen sich selbst ‘das vergessene Bataillon’ und ganz Unrecht haben sie damit nicht. Erst wenn Katastrophen passieren, rückt der mittlerweile gefährlichste Außenposten der deutschen Bundeswehr in Afghanistan, das OP North in der Provinz Baghlan, in den Mittelpunkt des Interesses. So wie nach dem Amoklauf eines verbündeten afghanischen Soldaten Mitte Februar.

    Quelle: WDR