Gerade einmal zehn Tage ist das neue Jahr alt und in den USA ist schon so viel passiert, dass es eigentlich für zehn Wochen reichen würde. Es scheint, als ob sich das Land keine Atempause gönnt. Gerade ist der afghanische Präsident Karsai in Washington. Er verhandelt mit Präsident Obama wie es nach dem Abzug der US-Truppen 2014 weitergeht. Wieviele US-Soldaten in Afghanistan bleiben sollen, wer für die afghanischen Sicherheitskräfte zahlt, damit diese eine Rückkehr de Taliban verhindern können. Den Abzug wird der neue amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel organisieren. Einer von vier weißen Männern, die Obama zu neuen Ministern ernannt hat.
Ja, was die Gleichberechtigung betrifft ist der US-Präsident einen großen Schritt zurückgegangen. Verteidigung, Außenpolitik, Finanzen und der CIA Chef – alles weiße, männliche Amerikaner. Seine großen Unterstützer, Frauen, Latinos, Afro-Amerikaner gingen leer aus. Das zweite große Thema im neuen Jahr ist die Diskussion um strengere Waffengesetze. Vizepräsident Joe Biden will schon am Dienstag Vorschläge aus seiner Arbeitsgruppe präsentieren, schneller als gedacht. Doch der Wiederstand der waffenverliebten Amerikaner ist groß. Es wird für den Präsidente nicht leicht werden, ein Verbot bestimmter Waffen durch den Kongress zu bringen. Eine schöne Nachricht gab es in dieser Woche. Die Filme für den Osacr wurden nominiert. Der große Favorit ist “Lincoln”.



