Dominic Bösel und Balazs Kelemen
Bildrechte: PHOTOWENDE/Bernd Wende

Boxen | SES-Gala in Halle Bösel bleibt K.o.-Sieg erneut verwehrt

Dominik Bösel hat seinen WBO-Interkontinental erfolgreich verteidigt. Gegen den Ungarn Balazs Kelemen siegte der 26-Jährige nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten. Ein Knock Out blieb ihm auch in diesem Kampf verwehrt, obwohl er seinen Gegner am Boden hatte. Neben der Titelverteidigung konnte sich Bösel noch den WBA-Kontinental-Gürtel sichern und sich so auch bei diesem Verband positionieren.

Dominic Bösel und Balazs Kelemen
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Bösel startete blitzartig in das Duell und versuchte es mit überfallartigen Angriffen. Nach einer guten Rechten knickte Balasz das erste Mal ein, ging aber nicht zu Boden. Allerdings agierte der Freyburger bei seinen Aktionen sehr offen und kassierte selbst einige Treffer. Zudem waren bei Bösel immer wieder unsaubere Aktionen dabei, mehrfach schlug er seinem Gegenüber auf den Hinterkopf.

Nach der ersten Pause agierte Bösel bedachter, dominierte das Duell aber trotzdem. Von seinem Herausforderer war nichts zu sehen. Nach einer guten Linken von Bösel zum Kopf wackelte Kelemen kurz, konnte den Niederschlag aber noch vermeiden. Mit der Führhand bestimmte der Champion auch in den folgenden Runden den Kampf von der Ringmitte aus. Vom Ungar kam nur sehr wenig, die meisten seiner Schläge landeten in der Deckung.

Kelemen muss zu Boden

Dominic Bösel und Balazs Kelemen
Balazs Kelemen am Boden. Ein K.o.-Sieg sollte es dennoch nicht für Bösel werden. Bildrechte: PHOTOWENDE/Bernd Wende

Ab der sechsten Runde machten sich bei Bösel dann leichte Konditionsprobleme bemerkbar, das Tempo der Anfangsrunden zwang ihn zum Luftholen. Entsprechend gab es weniger Schläge und der Herausforderer wurde aktiver. Aber Kelemens Versuche waren nicht gut genug, Bösel versuchte es mit Kontern.

Das nächste Highlight folgte dann in Runde acht: Nach einer guten Rechts-Links-Kombination schickte der SES-Boxer seinen 37-jährigen Kontrahenten auf die Bretter. Bösel versuchte nachzusetzen, doch Kelemen rettete sich mit Klammern in die Pause.

Klare Angelenheit für Bösel

Dominic Bösel und Balazs Kelemen
Dominic Bösel lässt sich nach der Verkündung der Punkte feiern. Bildrechte: PHOTOWENDE/Bernd Wende

Auch danach blieb Bösel der Dominante im Viereck, ohne dabei die ganz schweren Treffer zu landen. Mit cleveren Tempowechseln machte er es seinem Gegner schwer. Kelemen fand mit seinen limitierten Mitteln keinen Weg und gab Runde um Runde ab.

So brachte Bösel den Kampf schließlich ohne Probleme über die Runden, auch wenn ihm ein K.o. erneut verwehrt blieb. Die Kampfrichter ließen auch keinen Zweifel am Bösel-Sieg aufkommen. 120:107, 119:108 und 118:109 stand auf den Zetteln von Pawel Kardyni (POL), Matteo Montella (ITA) und Frank-Michael Maaß (GER).

Bösels Einschätzung nach dem Kampf fiel relativ kurz aus: "Ich bin halt kein K.o.-Schläger. Aber ich glaube, es war ganz schön anzusehen. Man darf halt nicht verkrampfen und muss immer weitermachen." Auch sein Trainer Dirk Dzemski war zufrieden: "Ich hatte nie das Gefühl, dass der Kampf aus Dominics Hand gerät. Heute konnten wir auch mal etwas probieren."

Zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2016, 08:00 Uhr