Boxen | Kampfabend in Leipzig Stieglitz gewinnt nicht und bleibt Europameister

Robert Stieglitz bleibt weiterhin Europameister im Halbschwergewicht. Die Titelverteidigung verlangte ihm jedoch einiges ab. Sein Gegner sah sich selbst als Sieger und fühlte sich "verschaukelt". Dominic Bösel vereinigte durch einen K.o. als erster Boxer drei Continental-Gürtel im Halbschwergewicht. Das sollte vor 6.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena Leipzig der einzige vorzeitige Sieg des Abends bleiben. Im Schwergewicht musste sich Erkan Teper Mariusz Wach geschlagen geben.

Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Robert Stieglitz jubelt mit dem EM-Gürtel. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern

Stieglitz durch Unentschieden weiter Europameister

Robert Stieglitz hat den EM-Titel im Halbschwergewicht erfolgreich verteidigt. Allerdings konnte er seinen Gegner Nikola Sjekloca aus Montenegro nicht bezwingen. Stieglitz behielt den Gürtel durch ein Unentschieden (115:113, 114:114, 113:114) nach zwölf Runden. Sjekloca sprach nach der Urteilsverkündung von Betrug.

Stieglitz hatte Probleme in den Kampf zu finden. Sjekloca, der bereits gegen Arthur Abraham und Tyron Zeuge in Deutschland boxte, erwies sich als unangenehmer Gegner. Der 38-Jährige startete furios und brachte seine Führhand immer wieder durch. Stieglitz agierte zu Beginn nicht richtig befreit, möglicherweise lähmte ihn die Furcht vor einem Karriereende bei einer Niederlage. Kurz vor dem Schluss der zweiten Runde ging er sogar zu Boden, allerdings rutschte er zuvor weg. Auch in der dritten Runde war der Herausforderer aktiver.

Stieglitz tastete sich im weiteren Verlauf langsam in eine bessere Distanz und setzte nun auch seine Rechte besser ein. Doch wirklich zufrieden konnten der 35-Jährige und sein Trainer nicht sein. "Bring die Rechte, aber erst, wenn die Distanz stimmt. Du bist zu Beginn des Kampfes eingeschlafen", rief ihm Dirk Dzemski in der Ringpause zu. Sjekloca nahm nun seinerseits das Tempo raus und bot Stieglitz so mehr Trefferfläche. Zudem fehlten dem Montenegriner Genauigkeit und Distanz.

Stieglitz erst ermahnt, dann verwarnt

Stieglitz schien den Kampf nun zu bestimmen und schloss die achte Runde mit einer schönen Führhand-Doublette zum Kinn ab. In der neunten Runde wurde der Magdeburger jedoch vom Ringrichter ermahnt, seinen Kontrahenten nicht immer nach unten zu drücken. Nach der Ermahnung musste er mehrere harte Treffer nehmen. Drei Minuten später kassierte Stieglitz dann von Ringrichter Howard Foster aus Großbritannien eine Verwarnung für das Nach-unten-drücken des Gegners und wurde mit einem Punkt Abzug bestraft.

Damit sollte es in den beiden Runden noch einmal richtig eng werden. Stieglitz ging nach vorn, sein drei Jahre älterer Herausforderer verschanzte sich hinter seiner Doppeldeckung. Die Halle trieb den SES-Kämpfer an, eine finale Aktion gelang aber keinem Boxer mehr. Also mussten sie mehrere Minuten auf das Zusammenzählen der Stimmen warten, das am Ende aber keinen der beiden Boxer als Sieger sah. Für Stieglitz ein durchaus schmeichelhaftes Unentschieden.

Sjekloca: "Kampf wurde mir geklaut"

Stieglitz war sich im Interview nach dem Kampf bewusst, dass er sich glücklich schätzen konnte, noch immer Europameister zu sein: "Ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob ich wirklich gewonnen habe. Ich habe nie meine Distanz gefunden. Ich habe Tempo gemacht, aber er war sehr flink. Wenn ich mal am Mann war, hat er unbequeme Sachen gemacht und sich immer wieder weggeduckt. Ich muss jetzt schauen, wie es weitergeht."

Sjekloca hingegen war sichtlich bedient und äußerte das entsprechend auch am MDR-Mikrofon. "Ich war jetzt das dritte Mal in Deutschland. Die letzten beiden Male habe ich verloren, aber diesmal wurde ich betrogen. Der Kampf wurde mir geklaut. Ich bin ein erfahrener Boxer und habe es nicht verdient, dass mir der Sieg genommen wird. Ich fühle mich verschaukelt."

Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Die Urteilsverkündung: Robert Stieglitz (li.) ist sich nicht sicher, ob er gewonnen hat. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern

Box-Gala in Leipzig Robert Stieglitz vs. Nikola Sjekloca

Robert Stieglitz (li.) gegen Nikola Sjekloca
Im Halbschwergewicht traten Robert Stieglitz (li.) und Nikola Sjekloca traten an. Es ging um den EM-Gürtel von Stieglitz. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz (li.) gegen Nikola Sjekloca
Im Halbschwergewicht traten Robert Stieglitz (li.) und Nikola Sjekloca traten an. Es ging um den EM-Gürtel von Stieglitz. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Gleich zu Beginn sah sich der Ex-Weltmeister einem furios startenden Sjekloca (li.) gegenüber Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Ab der vierten Runde tastete Stieglitz (li.) nach vorn und setzte den 38-jährigen Montenegriner unter Druck. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Stieglitz (li.) schien auf der Siegerstraße. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Doch dann kassierte Stieglitz (li.) eine Verwarnung wegen Nach-unten-drückens und wurde mit einem Punktabzug bestraft. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Es wurde richtig eng in den letzten Minuten des Kampfes und direkt nach dem letzten Gong jubelte die Ecke des Herausforderers. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Das Unentschieden (115:113, 114:114, 113:114) bedeutete für Stieglitz (li.), dass er seinen Gürtel behalten darf. Sjekloca sagte dagegen: "Diesmal wurde ich betrogen. Der Kampf wurde mir geklaut." Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Robert Stieglitz und  Nikola Sjekloca
Stieglitz sagte: "Ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob ich wirklich gewonnen habe." Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
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Bösel jetzt Dreifach-Champ

Dominic Bösel bleibt auch im 24. Kampf seiner Karriere ungeschlagen. Im Duell gegen den Finnen Sami "Boom Boom" Enbom im Halbschwergewicht setzte er sich mit einem t.K.o. nach 2:59 Minuten in der sechsten Runde durch. Damit vereint der 24-jährige Freyburger nun neben dem WBO-Intercontinental- und dem WBA-Continental- auch den IBF-Intercontinental-Titel.

Dabei begannen beide Kämpfer recht verhalten. Bösel brachte erst zum Ende der ersten Runde einige Schläge ins Ziel. Vom Skandinavier kamen die ersten guten Aktionen sogar erst in der dritte Runde. Enbom übernahm dann etwas die Kontrolle und war der aktivere Akteur im Ring. Bösel hatte jedoch meist eine Antwort parat und konterte geschickt. Dabei ging er immer wieder auf den Körper von Enbom oder agierte gegen den Rechtsausleger mit der rechten Geraden.

Das sollte sich dann in der sechsten Runde bezahlt machen. Nach einem linken Haken an den Kopf kniete Enbom das erste Mal ab und wurde folgerichtig angezählt. Bösel attackierte im Anschluss mit teils wüsten Schlagsalven, die seinen Kontrahenten weitere Male auf die Bretter schickten. Nach dem er zum vierten Mal zu Boden gegangen war, beendete Ringrichter Frank-Michael Maaß den Kampf kurz vor dem Gong zur Pause.

Dominic Bösel sagte nach dem Kampf: "Ich habe ihn ein paar Runden boxen lassen und gewusst, dass ich ihn irgendwann richtig treffe. In der sechsten Runde war es dann soweit. Ich bin jetzt bei drei Verbänden unter den Top 5. Jetzt muss mal der WM-Kampf her."

Dominic Bösel gegen  Sami
Dominic Bösel zeigt seine Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern

Box-Gala in Leipzig Dominic Bösel vs. Sami Enbom

Dominic Bösel (re.) gegen Sami
Gleich um drei Titel ging es beim Duell im Halbschwergewicht zwischen Dominic Bösel (re.) gegen Sami "Boom Boom" Enbom. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel (re.) gegen Sami
Gleich um drei Titel ging es beim Duell im Halbschwergewicht zwischen Dominic Bösel (re.) gegen Sami "Boom Boom" Enbom. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel (re.) gegen Sami
Der Finne (li.) wollte gern den WBO-Intercontinental-, den WBA-Continental- und den IBF-Intercontinental-Titel. Natürlich wollte das auch der Freyburger Bösel. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel (re.) gegen Sami
Den 24. Kampf seiner Karriere ging Bösel (re.) ruhig an. Doch mit der rechten Geraden machte er stets Druck. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel (re.) gegen Sami
In der sechsten Runde dann die Entscheidung. Enbom (li.) ging mehrfach zu Boden ... Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel nach dem Sieg über Sami
... und Bösel feierte zum neunten Mal in seiner Karriere einen K.o.-Erfolg. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel nach dem Sieg über Sami
Bösel sagte im Anschluss: "Ich habe ihn ein paar Runden boxen lassen und gewusst, dass ich ihn irgendwann richtig treffe. In der sechsten Runde war es dann soweit. Ich bin jetzt bei drei Verbänden unter den Top 5. Jetzt muss mal der WM-Kampf her." Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel (li.) und sein Trainer Dirk Dzemski nach dem Sieg über Sami
Dominic Bösel (li.) und sein Trainer Dirk Dzemski scharren mit den Hufen und sind bereit für einen WM-Kampf. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dirk Dzemski (li.), Dominic Bösel (mi.) und Ulf Steinforth nach dem Sieg über Sami
Drei Titel, drei Männer: Dirk Dzemski (li.), Dominic Bösel (mi.) und Ulf Steinforth Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Dominic Bösel gegen  Sami
Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
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Dominic Bösel gegen  Sami
Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern

Erkan Teper muss WM-Chance wohl begraben

In einem "Alles-oder-Nichts"-Kampf duellierten sich die beiden Schwergewichte Erkan Teper und der Pole Mariusz Wach. Der Kampf ging über die volle Distanz von zwölf Runden und sah Wach am Ende als nicht unverdienten Sieger (116:112, 115:113, 115:113). Er war der aktivere Boxer und landete mehr Treffer. Damit darf er sich nun als IBF-East-West-Europa-Champion bezeichnen. Teper hingegen ließ den Fortgang seiner Karriere offen.

Mariusz Wach (re.) gegen Erkan Teper
Mariusz Wach (re.) trifft Erkan Teper am Kopf. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern

Wach versuchte vom Start weg das Aufeinandertreffen mit seinen Reichweitenvorteilen zu bestimmen. Der einen halben Kopf kleinere Teper setzte dagegen auf den Infight. Wirklich klare Aktionen sprangen dabei in den ersten Runden aber für keinen Boxer heraus. Wach blieb weiter mit der Führhand aktiv und zeigte in der vierten Runde auch etwas von der angekündigten Schnelligkeit. Teper hingegen brachte seine Schläge nicht an den Mann und agierte zu eindimensional. Da half ihm auch nicht, dass er in der Vorbereitung mit dem ehemaligen Cruisergewichts-Weltmeister Yoan Pablo Hernandez einen neuen Trainer verpflichtete.

Teper verpasste es auch in der Folge, die ganz klaren Treffer zu setzen. Zwar wurde er im Wissen, auf den Punktzetteln zurückzuliegen, nochmals aktiver, doch der Pole fand immer wieder eine Antwort auf die Angriffe seines Kontrahenten und brachte selbst einige Hände unter. Wach ließ Teper in den letzten Minuten agieren und konterte geschickt. Am Ende mussten dann die Punktrichter entscheiden.

Mariusz Wach
Mariusz Wach jubelt mit seinem Gürtel und dem Siegerkranz Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern

Teper war mit dem Urteil nicht zufrieden und sagte nach dem Kampf: "Ich habe mich klar vorn gesehen, weil ich die klareren Treffer hatte. Es ist enttäuschend. Jetzt muss ich erst einmal eine Pause machen und dann sehe ich weiter."

Box-Gala in Leipzig Eindrücke von allen Vorkämpfen

Jurgen Uldedaj (re.) gegen Ziso Poulitsa
Kampf 1: Im Cruisergewicht ging es zwischen Jurgen Uldedaj (re.) und Ziso Poulitsa zur Sache. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Jurgen Uldedaj (re.) gegen Ziso Poulitsa
Kampf 1: Im Cruisergewicht ging es zwischen Jurgen Uldedaj (re.) und Ziso Poulitsa zur Sache. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Jurgen Uldedaj
Die Punktrichter waren sich einig: 59:55, 60:54, 60:54. Im sechsten Kampf feierte Jurgen Uldedaj seinen sechsten Sieg. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Sandra Atanassow (re.) gegen Gabriella Busa
Nach zehn Runden mussten die Punktrichter entscheiden. Atanassow (re.) war aktiver, Busa aber stets unbequem. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Sandra Atanassow (li.) gegen Gabriella Busa
Zwei Punktrichter sahen Titelverteidigerin Sandra Atanassow (li.) vorn, einer Gabriella Busa. Für die Leipzigerin war es sechste Sieg im sechsten Kampf. Die 32-Jährige sagte nach dem Kampf: "Das waren viele Emotionen. Vor so vielen Leuten in so eine großen Halle, das war eine Achterbahnfahrt. Ich bin sehr glücklich. Die Gegnerin war sehr flink, daher war es schwer." Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Nsingi gegen Gashi
Der Berliner Nsingi (re.) schickte seinen Gegner mit einer Rechten gleich nach 40 Sekunden auf die Bretter. Bis zum Kampfabend in Leipzig kannten beide eines nicht: Niederlagen. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Nsingi gegen Gashi
Über die zehn Runden entwickelte sich ein intensiver Kampf. Am Ende sahen aber alle drei Punktrichter (97:92, 99:90, 98:91) Phillip Nsingi vorn, der sich damit den Gürtel schnappte. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Mariusz Wach (re.) gegen Erkan Teper
Im einzigen Schwergewichtskampf des Abends trafen der 37 Jahre alte Pole Mariusz Wach (re.) und der Ahlener Erkan Teper aufeinander. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Mariusz Wach
So entschieden die Punktrichter: Howard Foster aus Großbritannien 116:112, Ingo Barrabas aus Deutschland 115:113 und Grzegorz Molenda aus Polen 115:113. Alle drei für den neuen IBF-East-West-Meisterschaft Mariusz Wach. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Jurgen Uldedaj (re.) gegen Ziso Poulitsa
Der Albaner Uldedaj (re.) hatte den Leipziger (aber gebürtigen Albaner) Poulitsa über alle sechs Runden im Griff. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Sandra Atanassow (li.) gegen Gabriella Busa
Um den Internationalen Deutschen Meistertitel im Federgewicht (bis 57.153 kg) ging es beim Duell der Lokalmatadorin Sandra Atanassow (li.) gegen die Ungarin Gabriella Busa. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Sandra Atanassow (re.) gegen Gabriella Busa
Die Leipzigerin Atanassow (re.) lieferte sich ein enges Gefecht mit ihrer Kontrahentin. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Nsingi gegen Gashi
Ebenfalls um die Internationale Deutsche Meisterschaft ging es im Weltergewicht beim Kampf Phillip Nsingi (re.) gegen Kasim Gashi. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Nsingi gegen Gashi
Beide Boxer wollten den vakanten Titel erkämpfen, den der Hamburger Angelo Frank niedergelegt hatte. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Nsingi gegen Gashi
Nsingi nach dem siebten Sieg im siebten Profikampf: "Das war super, überragend. Der Kampf hat von der ersten bis zur letzten Minute Spaß gemacht. Kasim hat mir alles abverlangt. Ich war etwas überrascht, dass er noch einmal zurückgekommen ist. Habe das aber gut gelöst." Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Mariusz Wach (li.) gegen Erkan Teper
Erkan Teper (re.) wechselte in der Vorbereitung auf diesen Kampf den Trainer. Er wird nun vom ehemaligen Cruisergewichts-Weltmeister Yoan Pablo Hernandez trainiert. Der gebürtige Kubaner war einst der Schützling von Ulli Wegner. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
Mariusz Wach (re.) gegen Erkan Teper
Teper (li.) boxte zu eindimensional, während Wach das Duell mit seiner Führhand dominierte und seinen Kontrahenten immer wieder auskonterte. Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern
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Nsingi gegen Gashi
Bildrechte: PHOTOWENDE/Matthias Kern

Nsingi überzeugt im ersten Titelkampf

Phillip Nsingi vom SES-eigenen "Team Deutschland" kämpfte im Weltergewicht um die vakante Internationale Deutsche Meisterschaft. Dabei hatte der Berliner gegen Kasim Gashi aus dem schwäbischen Heubach kaum Probleme und empfahl sich beim einstimmigen Punktsieg (97:92, 99:90, 98:91) für höhere Weihen.

Im einzigen Frauenkampf der Veranstaltung ging es ebenfalls um die Internationale Deutsche Meisterschaft: Sandra Atanassow traf im Federgewicht auf die Ungarin Gabriella Busa. Lokalmatadorin Atanassow setzte sich nach zehn umkämpften Runden per "split decision" durch. Zwei Punktrichter sahen sie mit 96:94 durch, einer hatte in Busa die bessere Boxerin gesehen (94:96).

Zum Auftakt des Abends schlug Jurgen Uldedaj den Leipziger Ziso Poulitsa klar nach Punkten. Nach den sechs Runden hatten zwei Punktrichter alle Durchgänge beim SES-Kämpfer gesehen (60:54), einer entschied auf 59:55.

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Das Thema im Programm Sport im Osten | Boxen live | Sonnabend, 18. März, 22:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2017, 15:39 Uhr

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2 Kommentare

19.03.2017 23:08 Markus 2

Stieglitz hat nicht überzeugt. Keiner hatte den Sieg verdient. Stieglitz fehlten die Mittel und sein Gegner duckte sich weg. Es war Boxen auf ganz niedrigem Niveau.

19.03.2017 10:03 revolvere 1

so is es, robert. der hat sich weggeduckt oder geklammert. ich habe mich geärgert, dass der nicht verwarnt wurde. eine ganz linke gröte. macht nix. titel behalten.