Steueraffäre Erste Anhörung von Cristiano Ronaldo

BRISANT | 31.07.2017 | 17:15 Uhr

Unter großem Medienrummel musste sich Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo am Montag persönlich vor der spanischen Justiz wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft Ronaldo Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro vor. Die Anhörung fand nahe der spanischen Hauptstadt Madrid hinter verschlossenen Türen statt.

Christiano Ronaldo
Bildrechte: dpa

Großer Medienrummel

Vor dem Eingang des Gerichtsgebäudes warteten mehr als 200 Reporter und rund 40 Kameraleute aus aller Welt vergeblich auf den Profi. Kurz vor elf Uhr durfte Ronaldo mit seinem Wagen durch eine Hintereinfahrt direkt in die Garage fahren. Die Anhörung dauerte insgesamt eineinhalb bis zwei Stunden.

Strafprozess ja oder nein?

Nach der Anzeige der Staatsanwaltschaft soll "CR7" zwischen 2011 und 2014 Millioneneinnahmen aus Bildrechten bewusst am Fiskus vorbeigeschleust haben. Seine Anwälte haben diesen Vorwurf öffentlich zurückgewiesen. Der Spieler selbst hatte vor einigen Wochen erklärt, er habe ein ruhiges Gewissen. Im Falle einer Verurteilung droht Ronaldo eine mehrjährige Haftstrafe. Die Untersuchungsrichterin hat jetzt bis zu 18 Monate Zeit, um über die Eröffnung eines Strafprozesses gegen Ronaldo zu entscheiden.

Spielerkollege Messi verurteilt

In einem ähnlichen Fall beim fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona dauerte der Prozess vier Jahre. Am Ende wurde der 30 Jahre alte Argentinier zu einer Haftstrafe von 21 Monaten verurteilt. Das Gericht wandelte die Gefängnisstrafe aber in eine Geldbuße um. Messi musste für seine Steuerhinterziehung in Höhe von 4,16 Millionen Euro insgesamt 2,25 Millionen Euro Strafe zahlen.

Lionel Messi (R) und Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo (li) und Lionel Messi. Bildrechte: dpa

ten/dpa

Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2017, 17:24 Uhr

Mehr Promi-Themen