Tödliches Beziehungsdrama Frau getötet, Mann springt von Autobahnbrücke

BRISANT | 10.04.2017 | 17:10 Uhr im Ersten

Auf einer Autobahnbrücke in Unterfranken hat sich ein blutiges Drama abgespielt: Als Ersthelfer auf der A3 einem Unfallfahrer helfen wollten, stürzte sich der Mann vor ihren Augen in den Tod. Zudem lag eine tote Frau in dem PKW. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einer Beziehungstat aus.

Fahrer springt nach Wortgefecht in den Tod

Nach offiziellen Angaben hatten mehrere Zeugen auf der Haseltalbrücke in der Nähe von Frankfurt am Main das Unfallauto, das gegen die Fahrtrichtung gedreht war, bemerkt und den Rettungsdienst alarmiert. Als die Ersthelfer sich dem Auto näherten, stieg ein Mann aus, lieferte sich ein kurzes Wortgefecht mit den Rettern und stürzte sich dann von der rund 70 Meter hohen Brücke in den Tod.

Frau auf dem Beifahrersitz umgebracht

In dem Auto fand die Polizei außerdem die Leiche einer Frau. Sie starb offenbar durch äußere Gewalteinwirkung. Dass die Frau erstochen wurde, wie es zunächst hieß, wollte ein Polizeisprecher nicht bestätigen: "Das muss erst durch die Obduktion geklärt werden." Klar scheint jedoch, dass die Frau auf dem Beifahrersitz umgebracht wurde. "Aufgrund der Spurenlage gehen wir davon aus, dass sie im Fahrzeug gestorben ist", so der Sprecher.

Identitäten noch nicht bekannt

Die Identität der beiden Toten konnten die Beamten bereits klären; da aber offenbar noch nicht alle Angehörigen informiert werden konnten, wurden bislang keine Details bekanntgegeben. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks haben sich die Toten gekannt, seien aber nicht verheiratet gewesen.

ten/dpa

Zuletzt aktualisiert: 10. April 2017, 18:06 Uhr