BRISANT

Bonner Bombe : Ermittler starten neue Fahndungsoffensive

Brisant | 23.01.2013 | 17:15 Uhr

Von den Bonner Bahnhofs-Bombern fehlt weiter eine heiße Spur. Nun gehen die Ermittler in eine neue Offensive und veröffentlichen neue Fahndungsbilder. Die Bahn hat zudem 50.000 Euro für Hinweise ausgesetzt.

Gut einen Monat nach dem versuchten Bombenanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof haben die Ermittlungsbehörden neue Bilder und Videos von einem verdächtigen Taschenträger veröffentlicht. Auf Aufnahmen aus dem Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs ist ein 20 bis 40 Jahre alter hellhäutiger Mann mit der blauen Tasche zu sehen, in der sich der Sprengsatz befand.

Fahnder gehen von zwei Tätern aus

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Am 10. Dezember vergangenen Jahres hatten Unbekannte auf dem Bahnsteig von Gleis eins des Bonner Hauptbahnhofs eine blaue Tasche abgestellt. Darin war eine Rohrbombe deponiert. Der Sprengsatz wurde nach Erkenntnissen der Ermittler zwar gezündet, detonierte aber nicht. Derzeit wird von zwei potenziellen Tätern ausgegangen. Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt ermittelten bisher erfolglos. Auch ein in der Tasche gefundenes Haar führte zunächst nicht zu den Bombenlegern. Von den teils neuen Bild- und Videoaufnahmen erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise.

Zeugenaussagen zufolge war das Gepäckstück von einem 30 bis 35 Jahre alten, 1,95 Meter großen dunkelhäutigen Mann im Bahnhof deponiert worden. Erste Fahndungsplakate zeigten ein Phantombild dieses Mannes. Auf den neuen Fahndungsbildern ist nun ein unbekannter, bärtiger Mann zu sehen, der zuvor in einem Schnellrestaurant und im Zwischengeschoss des Bahnhofes gefilmt wurde. Laut BKA ist er 1,67 bis 1,72 Meter groß und trug eine beige-farbene Jacke, einen dunklen Kapuzenpullover und eine tief ins Gesicht gezogene Mütze.

Bahn lobt 50.000 Euro Belohnung aus

Mit dem neuen veröffentlichten Material erhoffen sich die Ermittlungsbehörden BKA-Angaben zufolge weitere Hinweise zur Identität des Mannes. Die Bahn hat zudem eine Belohnung in Höhe von 50.000 Euro für Hinweise auf den Bombenbastler ausgelobt. "Von dieser ungewöhnlich hohen Summe erhoffen wir uns, dass sie einen finanziellen Anreiz für Zeugen bietet, sich mit wichtigen Informationen zur Tat an die Ermittlungsbehörden zu wenden", erklärte der für die Konzernsicherheit zuständige Bahn-Vorstand Gerd Becht in Berlin.

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2013, 17:44 Uhr