Smartphone mit Facebook-Logo auf einer Computertastatur
Bildrechte: IMAGO

Nach Großfahndung in den USA "Facebook-Mörder" begeht Selbstmord

BRISANT | 19.04.2017 | 17:15 Uhr im Ersten

Smartphone mit Facebook-Logo auf einer Computertastatur
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Nachdem er auf Facebook das Video eines Mordes veröffentlicht und damit eine landesweite Großfahndung ausgelöst hatte, hat der mutmaßliche Täter Suizid begangen. Der 37-jährige Steve S. habe sich nach einer kurzen Verfolgungsjagd im Bundesstaat Pennsylvania erschossen, teilte die Polizei mit.

Mord-Video bei Facebook gepostet

Der Gesuchte hatte am Ostersonntag die Tat per Video angekündigt und dann ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen war, wie ein 74-Jähriger in Cleveland/Ohio aus nächster Nähe erschossen wird. Offenbar wurde das Opfer willkürlich ausgewählt.

Nach der Tat postete der mutmaßliche Schütze die Aufnahmen bei Facebook, dem größten sozialen Netzwerk der Welt, und kündigte weitere Morde an. Daraufhin wurde US-weit nach dem Mann gefahndet. Hinweise auf weitere Morde wurden bislang nicht entdeckt.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Bildrechte: dpa

Facebook hat "viel Arbeit" vor sich

Facebook zieht nach der Tat nun offenbar Konsequenzen. Unternehmensgründer Mark Zuckerberg sagte am Dienstag zur Eröffnung der jährlichen Entwickler-Konferenz von Facebook im kalifornischen Silicon Valley: "Wir werden weiter alles tun, was wir können, damit solche Tragödien nicht geschehen." Sein Unternehmen habe noch "viel Arbeit" vor sich. Zuckerberg sprach den Angehörigen und Freunden des Mordopfers sein Mitgefühl aus.

Bereits zuvor hatte Zuckerbergs Stellvertreter Justin Osofsky angekündigt, das Unternehmen wolle dafür sorgen, dass die Nutzer künftig "so einfach und schnell wie möglich" Beiträge melden könnten, "die unsere Standards verletzen".

Zuletzt aktualisiert: 19. April 2017, 13:26 Uhr