Vater tötete offenbar seine vier Kinder : Fassungslosigkeit nach Vierfach-Mord
Brisant | 16.06.2012 | 17:30 Uhr
Fassungslosigkeit herrscht im niedersächsischen Groß Ilsede. Nachdem ein 36-Jähriger seine vier Kinder im Schlaf getötet haben soll, steht noch immer die Frage im Raum: Wie kann man zu so etwas fähig sein?
Lio Jordan, Lean Darwin, Noah und Pia wurden fünf, sieben, neun und zwölf Jahre alt. Dann beendete ihr eigener Vater das Leben seiner Kinder. Heimtückisch soll er mit dem Messer zu ihnen gekommen sein, während sie schliefen. Wie kann ein Vater so etwas tun? Das fragen sich die Menschen in der 7.000 Einwohner großen Gemeinde Groß Ilsede in Niedersachsen. Die Anwohner rund um das Reihenhaus im Schmedenstedter Weg sind fassungslos. Niemand hier kann begreifen, wie man seine Kinder umbringen kann. Wie verzweifelt muss der 36-Jährige gewesen sein? Was ging in ihm vor?
Der Bürgermeister von Ilsede, Wilfried Brandes, zeigte sich tief betroffen. Als er von der Tat erfuhr, habe sein erster Gedanke seinen eigenen Kindern gegolten. "Es ist unvorstellbar, wie ein Vater sich zu so einer Tat hinreißen lassen kann. Ich habe ein Gänsehautgefühl." Das jüngste der Opfer ging noch in den Kindergarten. Ein geplantes Kindergartenfest sei abgesagt, so Brandes.
Kaputte Ehe Auslöser für Drama?
Die kaputte Ehe soll der Grund gewesen sein für diese Verzweiflungstat. Der Vater, sich nach dem vierfachen Mord selbst richten wollte, schwebt noch immer in Lebensgefahr. Der 36-Jährige sei nicht vernehmungsfähig. Er habe einen Abschiedsbrief hinterlassen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl gegen ihn wegen Mordverdachts in vier Fällen. Nach Angaben der Poliizei wiesen alle vier Kinder Schnittverletzungen auf. Der Mann hatte die Tat per SMS seiner Frau angekündigt. Diese befand sich im Urlaub und leitete die Nachricht an Verwandte weiter. Diese riefen die Polizei.
Freitagabend versammeln sich die Anwohner aus Groß Ilsede in der St. Nikolai-Kirche. Verzweifelt versuchen sie eine Erklärung dafür zu finden, warum ein bislang unbescholtener Familienvater solch ein Blutbad anrichteten kann - an seinen eigenen Kindern. Doch auch der Pfarrer kann darauf keine Antwort geben.

