Ein Foto aus einem Video zeigt Polizisten, die am 03.08.2017 in Hamburg im Stadtteil Rissen den Elbstrand nach weiteren Hinweisen absuchen.
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Stückelmörder in Hamurg weiter gesucht Belohnung für Hinweise: 5.000 Euro

BRISANT | 16.08.2017 | 17:15 Uhr

Die Polizei Hamburg sucht noch immer nach Hinweisen zum Stückelmord von Hamburg. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt eine Belohnung von 5.000 Euro ausgelobt, die zur Ergreifung des Mörders führen.

Ein Foto aus einem Video zeigt Polizisten, die am 03.08.2017 in Hamburg im Stadtteil Rissen den Elbstrand nach weiteren Hinweisen absuchen.
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Ein Mörder versetzte Hamburg im August in Angst und Schrecken. Immer wieder tauchten in den Gewässern der Hansestadt Leichenteile auf, zuletzt ein Kopf. Der Täter hat die Überreste seines Opfers offenbar über die ganze Stadt verteilt. Die Leichenteile gehören zur 48 Jahre alten Prostituierten Maria A. Ein Fußgänger entdeckte Mitte August einen Frauenkopf im Hamburger Billekanal. Polizeitaucher bargen einem Sprecher zufolge den Kopf. Zuvor machten Polizeitaucher am Goldbekkanal einen grausigen Fund. Im Wasser schwamm ein verstümmelter Torso. Auch in zwei weiteren Stadtvierteln waren menschliche Überreste gefunden worden. Die Kripo konnte inzwischen nachweisen, dass alle Leichenteile von Maria A. stammen.

Verwandte des Opfers vernommen

Die Afrikanerin war am 1. August spurlos verschwunden und habe die Staatsangehörigkeit von Äquatorialguinea gehabt, so eine Polizeisprecherin. In Hamburg habe sie als Prostituierte unter dem Künstlernamen Lucy auf dem Hansaplatz im bahnhofsnahen Viertel St. Georg gearbeitet. Die Ermittler prüfen mit Hochdruck, ob es Streitigkeiten im Umfeld gab, so die Sprecherin weiter. Inzwischen sei die Familie der Frau, die in Spanien lebt, in Hamburg gewesen. Die Mordkommission habe die Verwandten vernommen.

Ein Foto aus einem Video zeigt ein Boot, das am 10.08.2017 in Hamburg über den Goldbekkanal fährt.
Insgesamt elf Leichenteile: Im Bereich des Elbufers zwischen dem Schulauer Fährhaus und dem Fähranleger Blankenese in Altona, in der Nähe der Brandshofer Schleuse im Hamburger Stadtteil Hammerbrook, am Goldbekkanal im Stadtteil Winterhude, am Tiefstackkanal in Billbrook und zuletzt im Billekanal wurden Körperteile geborgen. Die Polizei vermutet, dass die Leichenteile nicht durch die Strömung an unterschiedliche Orte getrieben worden sind, sondern an verschiedenen Stellen ins Wasser geworfen wurden. Bildrechte: dpa

Polizei bittet um Hinweise

Will der Mörder die Polizei in die Irre führen oder empfindet er eine perverse Lust daran, die Leichenteile in der Stadt zu verteilen? War ihr letzter Freier auch ihr Mörder? Die Kripo ist auf Zeugen angewiesen, um die letzten Stunden des Opfers zu rekonstruieren.

Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann sich unter der Telefonnummer 040 4286 56789 oder jeder Polizeidienststelle melden.

Polizei Hamburg

Fahndungsplakat: Hamburger Polizei sucht Hinweise zum Stückelmord-Fall Maria A. Telefonnummer für Hinweise:  040 4286 56789.
Ein Mörder versetzt Hamburg in Angst und Schrecken. Immer wieder tauchen in den Gewässern der Hansestadt Leichenteile auf, zuletzt ein Kopf. Der Täter hat die Überreste seines Opfers offenbar über die ganze Stadt verteilt. Bildrechte: Polizei Hamburg

Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2017, 21:06 Uhr