Finanzaffäre Freispruch für Infantin Cristina - Haft für ihren Mann

BRISANT | 17.02.2017 | 17:15 Uhr

Aufatmen im spanischen Königshaus: Infantin Cristina, die Schwester von König Felipe, ist vom Vorwurf der Beihilfe zum Steuerbetrug freigesprochen worden. Ihr Ehemann Iñaki Urdangarin, ein ehemaliger Handball-Profi, wurde hingegen für schuldig befunden und zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Die spanische Infantin Cristina und ihr Ehemann Inaki Urdangarin
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Haft oder Berufung?

Insgesamt waren in der Finanzaffäre rund um die vermeintlich gemeinnützige Stiftung "Nóos" 17 Verdächtige angeklagt. Ob Urdangarin sofort in Haft muss oder ein mögliches Berufungsverfahren in Freiheit abwarten darf, war zunächst nicht klar. Das spanische Königshaus teilte in einer ersten Reaktion mit, man habe absoluten Respekt für die Unabhängigkeit der Justiz.

Cristina beteuerte stets ihre Unschuld

Die Staatsanwaltschaft hatte Urdangarin die Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern sowie Betrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vorgeworfen. Cristina, die Nummer sechs der spanischen Thronfolge, war Mitglied im Nóos-Vorstand. Während des mehr als fünfmonatigen Prozesses hatte sie stets betont, in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben.

Hohe Geldstrafen

Trotz des Freispruchs müsse Cristina eine Geldstrafe von 262.000 Euro bezahlen, Urdangarin sei zu einem Bußgeld von 512.000 Euro verurteilt worden, hieß es. Für Urdangarin hätte der Prozess allerdings noch schlimmer enden können: Die Anklage hatte fast zwanzig Jahre Haft gefordert. Es war das erste Mal, dass eine direkte Angehörige des spanischen Königshauses vor Gericht stand.

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2017, 20:59 Uhr

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