Royal

Königin Sofia ist nicht nach feiern zumute : Die traurige Goldene Hochzeit der spanischen Royals

Brisant | 14.05.2012 | 17:15 Uhr

Bei ihrer Heirat am 14. Mai 1962 in Athen gaben Juan Carlos und Sofía sich viermal das Jawort. Zur Goldenen Hochzeit 50 Jahre später will das spanische Königspaar von offiziellen Feiern nichts wissen. Der Tag gilt als ein heikles Jubiläum.

Königin Sofia und Juan Carlos

"Lang lebe der König! Lang lebe die Königin!" Diesen Ruf können sich die Spanier zur Goldenen Hochzeit ihres Königspaares sparen. Juan Carlos und Sofia sind wie vom Erdboden verschluckt. Keine öffentlichen Feierlichkeiten mit Pauken und Trompeten, kein Familienfoto: Im Palast hängt der Haussegen so schief, dass es scheint, als wolle man nicht länger gute Miene zum bösen Spiel machen. Ist der 14. Mai etwa aus dem Kalender des Spanischen Königspaares gestrichen? Keineswegs, sagt die Königshauskennerin Carmen Duerto von der spanischen Tageszeitung "El Mundo". Der Tag werde sehr wohl gefeiert. "Möglicherweise wird morgen rauskommen, dass sie ganz privat gefeiert haben. Die ganze Familie ist hier - einschließlich der Infantin Cristina. Sie ist mit ihren Kindern da", sagt Duerto. "Heute treffen sich alle im Zarzuela-Palast und essen gemeinsam. Sie werden im Swimmingpool baden und zum Abschluss gibt es ein Barbecue." 

Geteilte Reaktionen

Prinzessin Sophia von Griechenland und Don Juan Carlos von Asturien, das spätere Königspaar von Spanien
14. Mai 1962: Prinzessin Sophia von Griechenland und Don Juan Carlos von Asturien, das spätere Königspaar von Spanien nach der Hochzeit mit Gästen vor der Kirche.

Hat der König die vielgedemütigte Sofia etwa doch bezirzt mit seinem sieben Millionen Euro teuren Edelsteingeschmeide? Das soll er ihr zur Versöhnung "geschenkt" haben - ein Erbstück übrigens. Spanien muss sparen, auch der König. Denn den Spaniern geht es schlecht: Massenarbeitslosigkeit und Spardiktat sind allgegenwärtig. Proteste gibt es selbst am Hochzeitstag. Wem ist da schon nach Feiern zumute? Die Reaktionen auf die royale Nullnummer sind dennoch geteilt. Einige sagen, das sei Sache des Königspaares. Andere finden es gut, dass die Feierlichkeiten abgesagt wurden. "Es wäre nicht in Ordnung zu feiern nach allem was passiert ist: die Elefantenjagd, der Skandal um seinen Schwiegersohn, seine Affäre", sagt etwa eine Spanierin. Ein anderer hätte Verständnis für Feierlichkeiten. "Ich finde es nicht gut, dass sie nicht feiern. Aber die Umstände sprechen wohl dagegen. Eine goldene Hochzeit feiert man der Liebe und Stabilität wegen. Wenn beides aber fehlt, wozu dann feiern?"

Die spanische Presse erinnert nur

In der spanischen Presse dagegen ist kein Wort über die Ehekrise zu lesen. Stattdessen wird ein verklärender Blick zurück geworfen. "14. Mail 1962: Hochzeit in Athen", "Heirat aus Staatsräson" oder "Sie war eigentlich in einen anderen verliebt" ist zu lesen. Die unschöne Gegenwart dagegen - das Hallali um den Elefanten-Bullen, das Bussi für "Barbie-Corinna" und die bediente Königin - wird verschwiegen. Dabei ist der König offensichtlich ramponiert in jeder Hinsicht. Erste Konsequenz: Seine angebliche Mätresse Corinna zu Sayn-Wittgenstein soll nach Monte Carlo gezogen sein. Ein Bauernopfer in blond? "Dass Prinzessin Corinna Spanien für immer verlassen haben soll, ist doch absurd. Das könnte auch ein PR-Trick sein. Abgesehen davon: Es hat immer Gerüchte über andere Frauen gegeben. Corinna ist doch nicht die einzige", gibt Carmen Duerto zu bedenken.

Scheidung? Wohl kaum!

Immerhin verbrachte die Königin beim zweiten Besuch nach der Hüftoperation drei Stunden am Krankenbett ihres Gatten. Zeit genug, ihm die Leviten zu lesen. Aber eine Scheidung wird schon deshalb kaum geben, weil Sofia es als ihre Aufgabe ansieht, die Familie zusammenzuhalten. Das erklärt auch ihre Leidensfähigkeit. Beobachter sind sich einig: Sofia stellt ihre Pflicht als Königin über ihre Bedürfnisse als Ehefrau.

"Sofía setzt alles daran, die Familie zusammenzuhalten, damit der Kronprinz Felipe eines Tages König wird. Dafür opfert sie alles - auch ihr eigenes Glück."

"El Mundo"

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2012, 17:31 Uhr

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