Königin Elizabeth II
Bildrechte: dpa

Neue Enthüllungen zu Steuer-Oasen Auch die Queen im Zwielicht

BRISANT | 06.11.2017 | 17:15 Uhr

Hat die Queen Vermögenswerte in Steueroasen geparkt oder parken lassen? Enthüllungen in den "Paradise Papers", vertrauliche Dokumente aus Steuerparadiesen weltweit, steht auch die britische Königin im Fokus!

Königin Elizabeth II
Bildrechte: dpa

Nach der Veröffentlichung der "Paradise Papers" und möglicher Verbindungen der britischen Königin Elizabeth II. wird in Großbritannien Kritik laut: Auswertungen der Papiere legen offen, dass die Queen in Übersee-Steueroasen offenbar Privatvermögen im Wert von rund zehn Millionen Pfund, umgerechnet mehr als elf Millionen Euro, investierte. Das Geld sei unter anderem in die umstrittene Handelskette Brighthouse reinvestiert worden, die wegen Wucherzinsen in der Kritik steht.

Das Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) berichtete, ihre Manager hätten zwischen 2004 und 2005 Geld in Anlagen auf den Cayman Islands und Bermuda gesteckt. "Es gibt eine Regel für die Superreichen und eine andere für den Rest, wenn es darum geht, Steuern zu bezahlen", sagte der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn.

"Alle Investitionen geprüft und legitim"

Nach dem Bericht bestätigte das Herzogtum Lancaster, das die Vermögen der britischen Monarchie verwaltet und vermehrt, Investitionen in Übersee gemacht zu haben. Sie seien aber rechtens. "Wir operieren mit einer Anzahl von Investitionen und einige von ihnen betreffen Fonds in Übersee. Alle unsere Investitionen sind geprüft und legitim", hieß es in der Stellungnahme. Die Queen zahlt Steuern auf Einkommen, das durch ihre Beteiligungen am Herzogtum Lancaster zustande gekommen ist. Ihr Privatvermögen setzt sich unter anderem aus Luxusimmobilien, Kunstwerken und Schmuck zusammen.

Stichwort: "Paradise Papers" Nach den "Panama Papers" gibt es eine weitere Veröffentlichung über mögliche Steueroasen und brisante Geschäftskontakte hochrangiger Persönlichkeiten. Bei dem Datenleck - als "Paradise Papers" bezeichnet - geht es um 13,4 Millionen Dokumente aus 19 Steuerparadiesen weltweit. Die von einem internationalen Rechercheteam, zu dem auch "Süddeutsche Zeitung" (SZ), NDR und WDR gehören, ein Jahr lang ausgewerteten Dokumente legen die Namen von mehr als 120 Politikern, Unternehmern und Sportlern aus fast 50 Ländern offen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 06. November 2017 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2017, 10:49 Uhr

Mehr royale Themen