Munch-Ausstellung in Frankfurt eröffnet : Mette-Marit von Landsmann begeistert
Brisant | 09.02.2012 | 17:15 Uhr
Nur eine halbe Stunde hatte Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit für einen Rundgang über die Ausstellung "Edvard Munch. Der moderne Blick" in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt - äußerte sich aber begeistert. Die 38-Jährige musste wegen des Nachtflugverbots rechtzeitig zurück zum Flughafen.
Royaler Besuch in Frankfurt: Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main eine Ausstellung über ihren Landsmann Edvard Munch eröffnet. Die 38-jährige Ehefrau von Thronfolger Haakon war zuvor im Rathaus Römer von Oberbürgermeisterin Petra Roth begrüßt worden und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Trotz der Winterkälte trug die gut gelaunte Mette-Marit ein elegantes blassrosa Kleid, darüber einen schwarzen Blazer.
Mette-Marit: "Ich bin heute stolz auf diesen Norweger"
Nach einem Rundgang durch die Ausstellung "Edvard Munch. Der moderne Blick" in der Schirn sagte die Prinzessin, sie habe der gezeigt Facettenreichtum des Künstlers begeistert. "Ich bin heute stolz auf diesen Norweger", sagte Mette-Marit. Die Munch-Werkschau ist eine Kooperation des Frankfurter Städels mit dem Centre Pompidou in Paris und dem Munch-Museum in Oslo. In Frankreich hatte die Ausstellung fast eine halbe Million Besucher angelockt.
Munch als Fotograf und Cineast
Den großen Edvard Munch (1863 bis 1944), Wegbereiter des Expressionismus, in der Schirn von seiner vielgestaltigen Seite zu zeigen ist das Konzept der Kuratoren. Die Ausstellung bis zum 13. Mai und entstand in Zusammenarbeit mit dem Osloer Munch-Museum und dem Centre Pompidou in Paris, wo sie bis Januar gezeigt wurde. Mehr als 140 Werke des Norwegers, darunter 60 Gemälde, eine Reihe von Fotografien und vier von ihm selbst gedrehte Kurzfilme, sind in der Kunsthalle zu sehen.
"Munch war kein Maler der Moderne, aber ein moderner Künstler", sagte Kuratorin Angela Lampe zur Ausstellungs-Eröffnung in Frankfurt. "Diese These verdeutlichen wir in der Ausstellung." Zeitgenössischen Kritikern, die der Fotografie Kreativität absprachen, setzte der Norweger gezeichnete Selbstbildnisse entgegen, die in ihrem Schattenspiel den Ausdruck einer Kameraaufnahme widerspiegeln. Neben solchen Abbildern und Munchs eigenen Fotografien zeigt die Schirn auch Gemälde, bei denen der Künstler gezielt die Perspektive einer laufenden Filmkamera aufgriff.

