Trauer nach Attentat : Obama in Aurora
Brisant | 23.07.2012 | 17:15 Uhr
US-Präsident Barack Obama war zu Besuch in Aurora/ Colorado. Er hat Überlebenden sowie Angehörigen der zwölf Opfer Trost gespendet. Sie hätten gemeinsam geweint und sich umarmt, sagte Obama nach seinem Besuch im Krankenhaus. Noch immer gibt es kein Motiv für das Blutbad in einem Kino. Der 24-jährige Attentäter schweigt.
Trauer vor dem Kino in Aurora. "Von uns gegangen, aber nicht vergessen" steht auf einem der Plakate. Noch immer sind die Menschen in dem Vorort von Denver/Colorado tief betroffen von dem Massaker mit zwölf Toten und mehr als 50 Verletzten während der "Batman-Premiere" vor drei Tagen.
Kim Talbot stammt aus Aurora - für sie ist das Attentat noch immer unbegreiflich: "Ich fühlte mich immer sicher in Aurora, ich bin an dem Abend noch tanken gewesen, als es passierte. Keine Frage, dass ich auch meinen eigenen Sohn hätte ins Kino gehen lassen, wenn er mich gefragt hätte."
Obama vor Ort
Nach der Bluttat im Kino von Aurora besucht ein bewegter US-Präsident Barack Obama Überlebende im Krankenhaus und spendet Angehörigen der zwölf Opfer Trost. Er sei nicht als Präsident gekommen, sondern als Vater und Ehemann, sagte Obama. "Diese Tat hat uns alle so tief getroffen, weil wir nachempfinden können, wie es ist, wenn man seine Liebsten auf so eine grausame Art und Weise verliert."
Hilfe finden die Trauernden und Geschockten auch in den Kirchen. Auch Rosie Melichar kommt zum Trauergottesdienst in die katholische Kirche von Aurora: "Es ist so sinnlos: Ich möchte gerne wissen was genau geschehen ist, was für Literatur hat er gelesen? Was versteckte er in seiner Wohnung, sodass er sie sprengen wollte? Was war auf seinem Computer? Wonach hat er gesucht? Mit welchen Personen hatte er zu tun?" Fragen, die sich sicher nicht nur Rosie Melichar stellt.
Vielleicht gibt es bald einige Antworten, denn derzeit wird der 24-jährige Täter vernommen werden. Seit seiner Tat sitzt James Holmes zu seinem eigenen Schutz in Einzelhaft.

