Partystimmung in Hamburg : Tausende Fans feiern die Olympia-Helden
Brisant | 15.08.2012 | 17:15 Uhr
Die deutschen Olympioniken sind zurück. Nach aufregenden Wettkämpfen in London legten die Sportler mit dem Kreuzfahrtschiff "MS Deutschland" in Hamburg an. Dort wurden sie von Tausenden Menschen mit Jubel und Laola-Wellen empfangen.
Partystimmung in Hamburg: Mit einer großen Willkommensfeier haben Tausende Hamburger die deutschen Olympioniken in der Hansestadt begrüßt. Begleitet von rund 100 kleineren Booten fuhr das Traumschiff MS Deutschland mit 217 der 392 Olympiastarter an Bord in den Hafen ein. 36 Stunden dauerte die Überfahrt von London nach Hamburg, zu der der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Olympiateilnehmer, ihre Freunde und Verwandten eingeladen hatte. Die Überfahrt sei "ein Stück Belohnung für die Athleten", sagte Michael Vesper, Generaldirektor des DOSB.
Wilde Fete
Viele der 217 deutschen Olympioniken feierten auf der Überfahrt von London nach Hamburg eine wilde Fete. Sie grölten und sangen bei der Poolparty ausgelassen den Hit der Toten Hosen "An Tagen wie diesen", als der 138 Kilo schwere Gewichtheber Almir Velagic die zwei Meter hohe Bronzestatue am Beckenrand bestieg und nach einer gewaltigen "Arschbombe" im Pool des Luxusschiffes eintauchte. Die kalte Dusche für alle Umstehenden war ungleich schlimmer als alle Fontänen, die zuvor Patrick Hausding und Sascha Klein als Vize-Weltmeister im Wasserspringen erzeugt hatten. "Es war die letzte Chance, in dieser Saison noch ein paar Schrauben zu üben", meinte Patrick Hausding, bevor er eines der Gläser am Beckenrand ergriff und mit der Poolbesatzung ein weiteres Mal anstieß.
"Es gab wohl einige Teile, die zu Bruch gegangen sind"
Turn-Star Fabian Hambüchen entging der Ganz-Körper-Dusche, als er sich erfolgreich gegen die Attacke der ebenfalls auf dem Silberrang gelandeten Fechterin Britta Heidemann wehrte. Schadensmeldungen wie am vergangenen Sonntag nach der ausschweifenden Gold-Feier der Hockey-Männer auf der damals noch in London vor Anker liegenden MS Deutschland wurden nicht bekannt. "Es gab wohl einige Teile, die zu Bruch gegangen sind. Und der Kapitän war sehr, sehr sauer", hatte Kanu-Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin festgestellt. Doch Andreas Greulich, Chef des 27.000 PS starken Riesen, hatte anderntags die Entschuldigung der Truppe akzeptiert: "Wir haben uns ausgesprochen, alles ist wieder in Ordnung", sagte Greulich. Insgesamt 25 Olympiasieger navigierte der Kapitän schließlich sicher in den Hamburger Hafen, wo Tausende Menschen für eine Volksfeststimmung sorgten.




