Ein Polizist misst mit einem Lasermessgerät die Geschwindigkeit von Autofahrern
Bildrechte: IMAGO

Blitzer-Marathon 2017 Polizei hat Raser bundesweit im Visier

BRISANT | 19.04.2017 | 17:15 Uhr im Ersten

Am Mittwoch findet bundesweit der Blitzer-Marathon der Polizei statt. Allerdings ist die Resonanz der Bundesländer in diesem Jahr geringer als im Vorjahr. Mehrere Länder sind nicht dabei. Im vergangenen Jahr waren der Polizei bundesweit rund 72.000 Temposünder ins Netz gegangen.

Ein Polizist misst mit einem Lasermessgerät die Geschwindigkeit von Autofahrern
Bildrechte: IMAGO

24 Stunden Zeitfenster

Die Polizei richtet am Mittwoch ihr Augenmerk verstärkt auf Geschwindigkeitssünder. 24 Stunden lang soll es Rasern an den Kragen gehen. Die Resonanz ist dabei in diesem Jahr so gering wie noch nie: Neben Sachsen-Anhalt und Berlin erklärten auch Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg, den Blitz-Marathon in diesem Jahr ausfallen zu lassen.

Hohe Personalbelastung für die Polizei

Einige Länder beriefen sich auf eine angespannte Personallage wegen möglicher Terrorgefahren oder bekundeten, stattdessen einen Verkehrssicherheitstag abhalten zu wollen. Aus Sachsen-Anhalts Innenministerium hieß es zum Beispiel, es gäbe besondere Einsatz- und Personalbelastungen, die eine Teilnahme an der Aktion nicht möglich machten. Als Beispiel wurde die Sicherheitsplanung für das Reformationsjubiläum genannt.

Europaweiter "Speed-Marathon"

Der Blitzer-Marathon ist Teil des europaweiten "Speed-Marathons", der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerks Tispol veranstaltet wird und eine Woche dauert. Den ersten Blitz-Marathon in Deutschland hatte es 2013 gegeben. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei im gesamten Bundesgebiet rund 72.000 Raser geschnappt.

Zuletzt aktualisiert: 19. April 2017, 06:00 Uhr