Spuren vernichtet Polizeipanne nach Diebstahl von 100-Kilo-Goldmünze

BRISANT | 14.11.2017 | 17:15 Uhr

Neue Aufregung um den Raub der 100-Kilo-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum: Unbekannten soll es gelungen sein, mögliche Spuren zu verwischen.

Bei der Polizei eingebrochen

Sie sollen sich Zugang zu einer Halle auf einem Polizeigelände verschafft und den Inhalt eines Feuerlöschers in eine beschlagnahmte Limousine gesprüht haben. Das Auto war nicht irgendeins, sondern das, welches möglicherweise für den spektakulären Raub der Riesen-Goldmünze genutzt worden ist.

Das Fahrzeug war Medienberichten zufolge am 5. Juli beschlagnahmt worden, weil es in einen Unfall verwickelt war. Es könne sich um einen Fluchtwagen der Münzdiebe handeln, hieß es. Eine Woche nach diesem Vorfall hatte die Polizei bei einer Razzia im Zusammenhang mit dem Münzdiebstahl mehrere Männer festgenommen. Von ursprünglich vier Verdächtigen sind inzwischen noch zwei in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte damals mitgeteilt, sie gehe von einer organisierten Bandenstruktur aus. Die Ermittlungen richteten sich demnach gegen einen arabischstämmigen Clan.

Von der Beute fehlt jede Spur

Die 100 Kilogramm schwere Münze mit einem reinen Goldwert von 3,7 Millionen Euro war Ende März gestohlen worden. Von der Beute fehlt jede Spur. Im Bode-Museum, das zum Weltkulturerbe Museumsinsel gehört, wurden nach dem Diebstahl die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 14. November 2017 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2017, 18:36 Uhr