Illegaler Handel mit Elfenbein Prinz William sagt Wilderern den Kampf an

BRISANT | 16.11.2016 | 17:15 Uhr

Prinz William und Vertreter von mehr als 50 Regierungen wollen den Kampf gegen das Geschäft mit Elfenbein und anderer Beute von Wilderern verschärfen. In dieser Woche beraten sie in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi darüber, wie kriminellen Jägern und Banden, die mit Wildtierhandel Millionen-Summen verdienen, das Handwerk gelegt werden kann. Deutschland ist auch vertreten.

Ziel: Illegalen Markt trockenlegen

Die Teilnehmer, Unterzeichner der Washingtoner Artenschutzabkommens CITES, befassen sich mit vier Themen: Wie kann der blühende Markt für illegale Tierprodukte vor allem in Asien trockengelegt werden? Wo müssen Gesetze verschärft werden? Wie kann die Polizei in betroffenen Ländern besser geschult werden und welche alternativen Einkommensmöglichkeiten können für Wilderer geschaffen werden? Das Treffen geht am Freitag mit einer gemeinsamen Erklärung zu Ende.

Vietnam als Hochburg des Wildtierhandels

Vietnam ist einer der Brennpunkte des Wildtierhandels: Dort werden vor allem Elfenbein und Nashörner umgeschlagen, teils für Schmuck, teils als Bestandteile traditioneller Medizin. Am vergangenen Wochenende hatte die Regierung zwei Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein verbrannt.

Wilde Elefanten in Afrika bald ausgestorben

Bereits im September äußerte Prinz William in einer Rede Bedenken, dass wilde Elefanten in Afrika bald ausgestorben sein werden, wenn nichts unternommen wird. "Wenn meine Tochter Charlotte 25 Jahre alt ist, sind sie verschwunden", sagte Prinz William in der "Daily Mail".

ten/dpa

Zuletzt aktualisiert: 16. November 2016, 18:22 Uhr