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Darsteller von J.R. Ewing gestorben : "Dallas"-Schauspieler Larry Hagman erliegt Krebsleiden

Brisant | 24.11.2012 | 17:30 Uhr

Seine Rolle als skrupelloser Ölbaron J.R. Ewing in der US-Fernsehserie "Dallas" machte ihn weltberühmt: Nach einem Krebsleiden ist Larry Hagman im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus in Dallas gestorben.

Larry Hagman

Larry Hagman ist tot. Der Schauspieler, der durch die Verkörperung des skrupellosen J.R. Ewing in der Fernsehserie "Dallas" weltberühmt wurde, starb in einem Krankenhaus in Dallas. Er sei so friedlich gestorben, wie er sich das gewünscht habe, teilte seine Familie mit. Hagman wurde 81 Jahre alt.

"Dallas"-Kollegin Linda Gray mit am Sterbebett

Mit fiesem Grinsen und Cowboy-Hut verkörperte er jahrelang den rücksichtslosen Ölbaron J.R. Ewing, der reihenweise Geschäftspartner übers Ohr haute und immer wieder seine Ehefrau Sue Ellen betrog. Die Darstellerin dieser Fernsehgattin, Linda Gray, war nach eigenen Angaben an der Seite Hagmans, als dieser starb. "Larry Hagman war 35 Jahre lang mein bester Freund", erklärte Gray. Nach Angaben seiner Familie starb Hagman an den Folgen seiner Krebserkrankungen. Nach jahrzehntelangem übermäßigem Alkoholkonsum war der Schauspieler in den 1990er-Jahren an Leberkrebs erkrankt.

Durchbruch als Fiesling

Erste Erfahrungen als Schauspieler machte Hagman in Europa. In dem Musical "South Pacific" trat er gemeinsam mit seiner Mutter, der Schauspielerin Mary Martin, auf. Sein Durchbruch in Hollywood gelang ihm in den 1960er-Jahren mit der Fernsehserie "Bezaubernde Jeannie". Darin spielte Hagman den Astronauten Tony Nelson, der einen auf einer einsamen Insel gestrandet ist und einen Dschinn aus einer 2000 Jahre alten Flasche befreit. Weltberühmt wurde Hagman jedoch in der Rolle des Fieslings J.R. Ewing in der texanischen Öl-Saga "Dallas". "Die Zeit war reif für einen wirklich gemeinen Kerl", kommentierte Hagman selbst seinen Erfolg in der Rolle des skrupellosen Ölbarons.

Die Geschichte um die Familie Ewing, die 1978 erstmals ausgestrahlt wurde, entwickelte sich zum weltweit größten Serienerfolg. In den USA erreichte "Dallas" Einschaltquoten von rund 53 Prozent. Insgesamt strahlten 70 Länder die Serie aus. Ab 1981 war "Dallas" auch im deutschen Fernsehen in der ARD zu sehen. Durchschnittlich zwölf bis 15 Millionen Zuschauer sahen in den Anfangsjahren die insgesamt 357 Folgen. Die TV-Serie machte Hagman zu einem der bestbezahlten Fernsehstars. Einen Teil seines beachtlichen Vermögens verlor er allerdings durch ungünstige Öl-Investitionen.

Engagement für Solarenergie

Seine Karriere blieb geprägt von der Rolle des J.R. Nach dem Ende von "Dallas" 1991 trat er nur noch in Nebenrollen auf, unter anderem als Öl-Milliardär in Oliver Stones Film "Nixon" und in dem Präsidentschaftswahlfilm "Primary Colours" von Mike Nichols. 2006 hatte Hagman einen Gastauftritt in der deutschen TV-Serie "Lindenstraße". Privat engagierte Hagman sich für den Ausbau der Solarenergie in den USA. 2010 wurde er dafür mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Larry Hagman
Seine Rolle als Fiesling J.R.Ewing in der Serie "Dallas" machte Hagman weltberühmt.

Zuletzt aktualisiert: 26. November 2012, 14:25 Uhr