Mehr als 150.000 Unterstützer Katie Price will Online-Mobbing zur Straftat machen

BRISANT | 30.03.2017 | 17:10 Uhr

unior Andre, Harvey Price, Katie Price and Princess Andre
Bildrechte: IMAGO

Katie Price führt ein öffentliches Leben, ein Leben im Licht der Scheinwerfer und in den sozialen Netzwerken. Sie ist einerseits noch immer das nicht ganz ernst zunehmende Oberweiten-Sternchen, aber eben auch eine stolze Mutter. Regelmäßig posiert Katie Price mit ihrem Sohn Harvey vor der Kamera. Und fast genauso häufig bekommt sie daraufhin beleidigende, verletztende oder schlicht kriminelle Kommentare. "Harvey wird im Internet wegen seiner Hautfarbe, seines Äußeren und wegen seiner Behinderung angefeindet. Das ist für mich und meine Familie unerträglich", sagt Katie Price. "Glücklicherweise versteht Harvey das selbst nicht. Aber ich werde alles dafür tun, dass die Menschen, die diesen Mist schreiben, bestraft werden."

Mehr als 150.000 Unterstützer

Schon seit Jahren kämpft die 38-Jährige gegen Mobbing im Internet. Doch nach britischem Recht ist eine Bestrafung der Täter derzeit kaum möglich. Deswegen hat das ehemalige Boxenluder nun eine Petition gegen Online-Mobbing gestartet. Die Resonanz ist überwältigend: Binnen kürzester Zeit hat sie mehr als 150.000 Unterstützer gefunden! Nun ist die Politik gefragt, denn die Regierung muss auf jede Petition antworten, die mehr als 10.000 Unterschriften hat. Bei mehr als 100.000 Unterschriften kann das Parlament das Thema im Plenum debattieren.

Ich bin so glücklich, vielen Dank! Aber bitte, tragt Euch weiter ein und unterstützt mein Anliegen! Je mehr wir sind, desto mehr können wir erreichen. Lasst uns dieses Cybermobbing zum Straftatbestand machen!

Katie Price

Auch hierzulande ein Problem

Auch hierzulande sind Cyber-Mobbing und öffentliche Diffamierung alles andere als selten. Christian Scherg hat sich ausführlich mit dem Phänomen Rufmord im Internet beschäftigt und ein Buch darüber geschrieben. Er weiß: Selbst wenn es eine ausreichende Gesetzes-Grundlage gibt, bleibt das Online-Mobbing ein Problem. "Die Bandbreite von Mobbing ist sehr, sehr groß. Das Problem ist, dass ich mich Cyber-Mobbing nicht entziehen kann. Ich kann nicht einfach die Tür hinter mir zumachen, wie es im realen Leben wäre", so der Autor und Kommunikations-Experte.

Cyber-Mobbing verfolgt mich überall. Ein Entkommen ist nicht möglich.

Christian Scherg

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2017, 21:07 Uhr

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