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Zum 65. von Arnold Schwarzenegger : Gouverneurs-Terminator im Rentenalter

Brisant | 30.07.2012 | 17:15 Uhr

"I'll be back" - "Ich komme zurück", das sind die "Terminator"-Worte für die Arnold Schwarzenegger berühmt ist - und es sollen nicht nur leere Worte sein. Nach einem Umweg über die Politik und einigen Jahren als Gouverneur von Kalifornien ist der Österreicher jetzt wieder auf der Leinwand zu sehen. Heute wird er 65 Jahre alt.

Die Hüfte ist hin, auch eine neue Herzklappe muss her. Trotzdem scheint Arnold Schwarzenegger unverwüstlich. Nichts scheint ihn umzuhauen, weder Presse-Hiebe für schlechte Jahre als Gouverneur von Kalifornien, noch die heimliche Zeitfamilie mit der Haushälterin und die daraus folgende Scheidung von Ehefrau Maria Shriver. Nach seinem Ende in der Politik kehrt Arnold Schwarzenegger zurück auf die Leinwand - am 30. August kommt der Action-Streifen "The Expendables 2"  in unsere Kinos. Glücklicherweise sind auch seine Kollegen in die Jahre gekommen. Mit ihm stehen mehr oder weniger ergraute Herren vor der Kamera: Sylvester Stallone, Chuck Norris, Bruce Willis und auch Jean-Claude van Damme.

In seiner Heimat Österreich lieben sie ihren "Arnie". In der Steiermark haben sie ihm sogar ein Denkmal gesetzt. Und das hat er sich wirklich verdient, denn Schwarzenegger ist zweifellos einer der berühmtesten Österreicher der heutigen Zeit.

65 Jahre Arnold Schwarzenegger: Aus der Steiermark nach Hollywood

Der österreichische Schauspieler Arnold Schwarzenegger ("Terminator") posiert am 10.03.1985 in München vor einem Poster, das ihn als Bodybuilder zeigt. Arnold Schwarzenegger als russischer Polizist Ivan Danko bei den Dreharbeiten zu Red Heat 1988 Der US-Star Arnold Schwarzenegger und seine Mutter Aurelia, aufgenommen am 20.6.1997.

Conan und die anderen

Schwarzenegger kommt 1968 in die USA, studiert Betriebswirtschaftslehre an verschiedenen Universitäten. Er verdient seine ersten Millionen im Immobiliengeschäft. Nebenbei trainiert er hart für seinen Körper aus Stahl. Mehrfach bekam er für seinen Bodybuilder-Körper den Titel "Mr. Universum". 1970 bekommt er seine erste Rolle in Hollywood - unter dem Pseudonym Arnold Strong spielt er in "Hercules in New York". In den folgenden Jahren folgt Film auf Film, er schlägt sich als Conan und Terminator durch die Kinosäle. "Action-Arnie" wird zu einer Marke. Seine Kritiker verstummen - nicht zuletzt, ob eines schier unaufhörlich wachsenden Bankkontos. In späteren Jahren zeigt Schwarzenegger, dass er auch lustig kann - er bezaubert als "Kindergarten-Cop" und sorgt in "Twins"  gemeinsam mit seinem "Zwillingsbruder" Danny de Vito für Lachkrämpfe

Ausflug in die Politik

Arnold Schwarzenegger und Maria Shriver
Das künftige Gouverneurspaar wird bejubelt. Schwarzenegger und Shriver im Oktober 2003.

2003 gewinnt Schwarzenegger, der seit 1983 die US-Staatsbürgerschaft hat, die Gouverneurswahl in Kalifornien. Doch der große politische Erfolg bleibt aus. Anstatt Umschwung und Innovation gilt er als Zustandsverwalter: Er hat keine Lösung für die Schuldenkrise  und tröstet das waldbrandgeplagte Kalifornien mit Durchhalteparolen. Schwarzenegger kürzt das Bildungsbudget, immerhin senkt er die Kfz-Steuern. Trotzdem, wenn auch knapp, die Kalifornier wählten den Republikaner 2006 erneut zum Gouverneur. Diese zweite war laut Gesetz auch die letzte mögliche Amtszeit.

Vom Bodybuilder zum Gouverneur

Schwarzeneggers Geschichte ist eine, die Amerika liebt - die Geschichte vom Tellerwäscher zum Millionär. Barbara Outland, inzwischen Professorin an einem College, erinnert sich noch genau an den jungen "Arnie": "Er hatte immer so einen Bleistift im Mund und dachte nach. Immer am Neujahrstag. Er hat seine fünf Ziele für das kommende Jahr formuliert. Ich hab dann immer gesagt: Bist du verrückt? Das kannst du niemals alles in nur einem Jahr schaffen! Aber Jahr für Jahr habe ich erlebt, wie er genau diese fünf Ziele erreicht hat."

Mit Zielstrebigkeit und einer gewissen stoischen Art hat es Schwarzenegger weit gebracht. Da ist er dem Terminator, seinem berühmtesten Alter ego, nicht unähnlich. Denn wenn der sagt "I'll be back", dann meint er das auch so.

Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2012, 17:00 Uhr