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Tatort-Jubiläum : 15 Jahre Verbrecherjagd in Bremen

Brisant | 15.09.2012 | 17:30 Uhr

Der Bremer "Tatort" feiert 15-jähriges Jubiläum: Sabine Postel ermittelt seit 1997 als Hauptkommissarin Inga Lürsen. Und Kollege Oliver Mommsen alias Stedefreund geht inzwischen seit elf Jahren mit auf Verbrecherjagd. Am 16. September ist das beliebte Duo in der Jubiläumsfolge "Hochzeitsnacht" 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.

Die Bremer Kommissare Stedefreund (Oliver Mommsen) und Inga Lürsen (Sabine Postel) mit den Kollegen vom Sodereinsatzkommando

Der Bremer Tatort wird 15. "Hochzeitsnacht" heißt die Jubiläumsfolge, die am 16. September im Ersten zu sehen sein wird. Und auch Sabine Postel hat damit ein Jubiläum zu feiern: Seit 1997 geht auch sie auf Verbrecherjagd. "Inflagranti" hieß der erste Tatort mit ihr als Inga Lürsen. "Vor 15 Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, die Inga Lürsen so lange zu spielen. Langsam gehöre ich ja mit zu den dienstältesten Kommissaren und es ist toll, dass die Zuschauer unser ständiges Ringen um gute Drehbücher, spannende Themen und eine hohe Qualität über so viele Jahre mit konstant hohen Einschaltquoten belohnen", erklärt die Schauspielerin mit Stolz. Schließlich ist die Rolle eines Ermittlers im Kultkrimi so etwas wie ein Ritterschlag unter Schauspielern.

Das Bremer Erfolgs-Team: Lürsen und Stedefreund

Seit elf Jahren ist Oliver Mommsen mit von der Partie. Unter seiner "Chefin" Inga Lürsen ermittelt er als Stedefreund im Umfeld des Bösen. Er trat so in die Fußstapfen von Schauspielkollegen wie Rufus Beck, Heikko Deutschmann und Heinrich Schmieder, die bis 2001 zum Bremer Team gehörten. Lürsen und Stedefreud verbinde die richtige Chemie, sagt Mommsen.

Beste Stimmung auf der Hochzeitsfeier. Noch ahnt niemand, dass in wenigen Minuten alles anders sein wird. (v.l. : Braut Rieke (Julie Engelbrecht), Bräutigam Nico (Henning Nöhren), Petra Strache (Pamela Knaack), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Hans Strache (Tobias Langhoff)
Szene aus dem Tatort "Hochzeitsnacht": Beste Stimmung auf der Hochzeitsfeier. Noch ahnt niemand, dass in wenigen Minuten alles anders sein wird ...

"Ob die beiden sich jetzt dauernd in den Haaren liegen, Händchen haltend durch die Gegend hüpfen, der eine klug und besonnen, der andere eher 'hau drauf' unterwegs ist – am Ende des Tages zählt, dass man sich auf seinen Partner verlassen kann. Denn immerhin haben wir es ja mit bösen Buben und bösen Mädels zu tun und bekanntlich schießen die scharf", betont er.

Inga Lürsens Tochter Helen Reinders (Camilla Renschke), Assistent Karlsen (Winfried Hammelmann) und Pathologe Dr. Katzmann (Michael Brenner) sind seit vielen Jahren die weiteren Charaktere der Stammbesetzung. Im Jubiläums-Tatort "Hochzeitsnacht" ist das Ermittler-Team Lürsen-Stedefreund Teil einer Hochzeitsgesellschaft und gerät so mitten in ein Geiseldrama. Ein Hochzeitsgast wird tot aufgefunden. Die maskierten Kidnapper können es nicht gewesen sein. Inga Lürsen und Stedefreud stehen vor einem Rätsel ...

22. gemeinsamer Fall bald im Kasten

Gemeinsam stehen Sabine Postel und Oliver Mommsen bereits für den nächsten Tatort vor der Kamera. Aufgeklärt werden muss im 22. Fall des Ermittler-Duos Lürsen-Stedefreund der Mord an einem jungen Mann, der einen Richter mit Sexvideos erpressen wollte - so viel sei schon einmal verraten. Langweilig werden den beiden Schauspielern die Fälle noch lange nicht.

"Wir haben das Glück, dass sich immer wieder was Neues in den Biografien ergibt. Und das wir immer schöne, neue Facetten in den Figuren haben."

Sabine Postel

Stedefreud, der heute ein echt cooler Typ ist, habe zum Beispiel am Anfang etwas von einem spießigen Verwaltungsangestellten gehabt. "Er angepasst, ich unangepasst ...Das hat sich inzwischen nivelliert", erklärt Sabine Postel. Doch eins hat sich bislang nie geändert - das die Frau im Team das Sagen hat. "Ich will mal der sein, der den Fall lürst", meint Oliver Mommsen scherzhaft ...

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2012, 18:11 Uhr

Bremer Tatort "Ein ganz gewöhnlicher Mord"

Der erste Bremer "Tatort" hieß "Ein ganz gewöhnlicher Mord". Er entstand 1973 unter der Regie von Dieter Wedel. Doch der Startschuss für einen regelmäßigen Tatort aus der Stadt fiel 1997 mit "Inflagranti".