Taylor Swift
Bildrechte: IMAGO

Symbolisches Schmerzensgeld von einem Dollar Taylor Swift triumphiert in Grapschprozess - und will Opfern helfen

BRISANT | 14.08.2017 | 17:15 Uhr

US-Popstar Taylor Swift hat nach einer emotionalen und tränenreichen Verhandlung im sogenannten "Po-Grapscher"-Prozess gegen den ehemaligen Radio-DJ David Müller auf ganzer Linie gewonnen. Sie feierte die Entscheidung als Sieg für alle Missbrauchsopfer.

Taylor Swift
Bildrechte: IMAGO

"Fearless" ist der Titel von Taylor Swifts zweitem Studioalbum, das die Sängerin 2008 veröffentlichte. Knapp zehn Jahre später zahlt sich ihr "Furchtlos"-Motto in einem explosiven Prozess aus. "Danke für deinen Mut", schreiben Fans auf Swifts Instagram-Seite. "So stolz auf dich, dass du dich für Frauen in aller Welt eingesetzt hast."

Emotional aufreibender Prozess

Die Flut von Glückwünschen ist die Reaktion auf Swifts Sieg in einem emotional aufreibenden Grapschprozess, der dem 27-jährigen Pop-Star im Zeugenstand intime Aussagen abverlangt hat, wie "er hat meinen nackten Hintern angefasst" und "es war ein sehr langes Grapschen". Fast vier Stunden beraten sich die sechs Frauen und zwei Männer der Jury. Dann geben sie einstimmig dem Popstar Recht. Sie glauben ihrer Darstellung, wonach der frühere Radio-DJ David Mueller bei einem Fototermin im Juni 2013 in Denver der damals 23-Jährigen unter den Rock an den nackten Po fasste.

Mueller hingegen behauptete, er habe - wenn überhaupt - unabsichtlich mit geschlossener Hand Swift in der Rippen-Gegend berührt. 2015 verklagte er Swifts Team auf eine Millionenentschädigung: Durch ihre falschen Anschuldigungen hätte er damals seinen Traumjob bei dem Radiosender verloren. Swift konterte mit einer Gegenklage wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung.

Opfern sexueller Gewalt sollen "Gehör finden"

Trotz seiner Niederlage vor Gericht kommt Mueller zumindest finanziell glimpflich davon. Swift hatte als Entschädigung nur ein symbolisches Schmerzensgeld in Höhe von einem Dollar verlangt. Ihr sei es nicht um Geld gegangen. Sondern um die Rechte von Frauen. Sie sei sich voll des Privilegs bewusst, ausreichend Geld und Mittel für einen derartigen Kampf zu haben, verkündet Swift nach ihrem Sieg vor Gericht. Sie wolle zukünftig mit Geldspenden Opfern sexueller Gewalt helfen, damit "auch ihre Stimmen Gehör finden".

Unterstützung von Freunden und Kollegen

Unterstützung erhielt Swift bei dem Verfahren auch von prominenten Freunden und Kollegen. Sie sei "stolz" auf Swift und deren "scharfe Aussagen", sagt die Schauspielerin Lena Dunham auf Twitter. Die Sängerin würde damit ein starkes Beispiel geben. Schauspielerin Ashley Judd dankt Swift in einem Tweet dafür, dass sie sich zu Wehr setzt. Sängerin Nelly Furtado lobt Swifts Einsatz für mehr Sicherheit für Frauen am Arbeitsplatz. Auch sie selbst habe bei solchen Begrüßungstreffen unerwünschte Übergriffe erlebt.

War selbst bei mehreren solchen Begrüßungstreffen, wo Radio-Mitarbeiter versuchen, Grenzen zu überschreiten. Danke @taylorswift13 für Deinen Einsatz für mehr Sicherheit für Frauen am Arbeitsplatz.

Nelly Furtado

Datenschutzinformation...
Tweet laden

#taylorswifttrial Vielen Dank, dass Du Dich zur Wehr setzt. #Ich halte dir den Rücken frei.

Ashley Judd

Datenschutzinformation...
Tweet laden

Stolz auf @taylorswift13 für ihre heftigen scharfen Aussagen. Ihr Beispiel ist mächtig.

Lena Dunham

Datenschutzinformation...
Tweet laden

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2017, 18:18 Uhr

Mehr prominente Themen