Szene aus "Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen" Bildrechte: obs/Constantin Film/Gordon Muehle

Filmstart: "Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen" "Eine fantasievolle, kapitalismuskritische Faust-Legende für Kinder"

von Knut Elstermann

Szene aus "Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen" Bildrechte: obs/Constantin Film/Gordon Muehle

Regisseur Andreas Dresen hat sich mit der Verfilmung des Romans "Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen" einen Kindheitstraum erfüllt. Schon als er das Buch unter der Bettdecke im Kinderzimmer las, hatte er Filmbilder im Kopf, fesselte ihn die Geschichte vom armen Jungen, der seinen einzigen Reichtum, sein ansteckendes Lachen, an den Teufel (sehr lustig in seiner Fiesheit: Justus von Dohnanyi) verliert, um fortan jede Wette zu gewinnen.

Nach der beliebten Fernserie aus den 70er-Jahren, die diese Handlung in die damalige Gegenwart verlegte, geht Dresen mit seiner opulenten, verspielten und sehr unterhaltsamen Kinofassung zurück in die ursprüngliche Zeit des Romans in den 20er-Jahren. Der Film glänzt mit einem wunderbaren Schauspieler-Ensemble, vor allem mit den überzeugenden Kindern Arved Friese und Jule Hermann. "Timm Thaler" ist bei Dresen eine fantasievolle, kapitalismuskritische Faust-Legende für Kinder, in der es eben auch um den hohen Preis geht, den man für seinen Traum zu bezahlen hat.

Genre: Abenteuer/Drama  
Regie: Andreas Dresen  
Darsteller: Arved Friese, Justus von Dohnányi, Axel Prahl, Bjarne Mädel, Milan Peschel, Charly Hübner, Harald Schmidt u.a.  
Im deutschen Kino ab: 02.02.2017  
Produktionsland: Deutschland  
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)  

Über die Filme der Woche berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 02.02.2017 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2017, 00:00 Uhr

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