DHL-Zentrum
Kommt einem die Sendung seltsam vor, sollte sie unter keinen Umständen geöffnet werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

DHL wird erpresst Das sollten Sie tun, wenn Sie eine verdächtige Postsendung erhalten!

BRISANT | 04.12.2017 | 17:15 Uhr

Nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam hat die Polizei konkrete Hinweise herausgegeben: Das sollten Sie tun, wenn Sie eine verdächtige Postsendung erhalten!

DHL-Zentrum
Kommt einem die Sendung seltsam vor, sollte sie unter keinen Umständen geöffnet werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Polizei hat konkrete Verhaltenshinweise herausgegeben für den Fall einer verdächtigen Postsendung. Hintergrund ist eine Erpressung des Paketdienstes DHL. Worauf es zu allererst ankommt, ist das Erkennen einer gefährliche Postsendung.

Worauf ist zu achten?

Vorsicht ist geboten, wenn ein Paket kommt, das man nicht bestellt hat. Auch sollte man aufpassen, wenn der Absender fehlt oder unbekannt ist. Unleserlich geschriebene oder ungewöhnlich platzierte Adressen können ein Hinweis auf Gefahr sein. Auch ist auf Rechtschreibfehler, Flecken, Verfärbungen oder ölige Verschmutzung der Verpackung zu achten.

Sollten gar Drähte herausragen, sollte man unbedingt die Finger davon lassen. Ein Hinweis kann auch das ungewöhnliche Gewicht der Postsendung im Verhältnis zum Format oder die ungewöhnliche Dicke des Briefes sein. Zu achten ist auch auf auffällige Unebenheiten oder fühlbare, harte Gegenstände im Inneren des Umschlags.

Was tun bei Verdacht?

Kommt dem Empfänger die Sendung verdächtig vor, so sollte er sie auf keinen Fall öffnen, sondern sich entfernen. Stattdessen ist sofort die Polizei unter der Rufnummer 112 zu benachrichtigen. Zusätzlich wurde eine Nummer geschaltet, die rund um die Uhr erreichbar ist.

Hinweistelefon: 0331-505950

Polizei Potsdam

Wer ist betroffen?

Die Post-Tochter DHL liefert Pakete bundesweit aus. Somit kann theoretisch jeder Empfänger betroffen sein. Die Polizei spricht von skrupellosen Tätern, die in Kauf nähmen, dass Menschen verletzt werden könnten.

Wie gefährlich war das Potsdamer Paket?

Entgegen der ersten Annahme war das in Potsdam entschärfte Paket zündfähig. Es habe Sprengstoff enthalten und hätte enormen Schaden anrichten können.

Was ist über Täter bekannt?

Die Ermittler gehen davon aus, dass der oder die Täter aus der Region Berlin-Brandenburg kommt. Darauf deutet der Erpresserbrief. Er ist laut Polizei im märkischen Dialekt geschrieben. Auch die Rechtschreibung sei regional gefärbt.`

Gab es schon ähnliche Sendungen?

Anfang November war in Frankfurt/Oder bei einem Online-Händler ein auffälliges Paket aufgetaucht. Es war in Brand geraten und konnte deshalb nicht analysiert werden. Jedoch nehmen die DHL-Erpresser in ihrem Schreiben Bezug auf das Paket in Frankfurt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 04. Dezember 2017 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2017, 20:53 Uhr