Rettungsgasse
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Hintergrund Das sollten Sie über die Rettungsgasse wissen

BRISANT | 05.07.2017 | 17:25 Uhr

Eine Rettungsgasse kann Leben retten. Weil sie oft aber nicht richtig gebildet wird, kommen die Einsatzkräfte immer wieder später zur Unfallstelle als nötig. Die Regelung ist nun noch einmal angepasst und auch für vierspurige Autobahnen vereinfacht worden.

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Rettungssgasse frühzeitig bilden

Grundsätzlich sollte eine Rettungsgasse nicht erst gebildet werden, wenn Sirenen zu hören sind, sondern bereits, wenn der Stau gerade entsteht. Übrigens: Die Rettungsgasse ist in der Straßenverkehrsordnung festgehalten und somit Pflicht. Denn die Gasse gewährleistet, dass Einsatzkräfte im Ernstfall schnell zu Verletzten vordringen und Leben retten können. Wer sich nicht daran hält, zahlt mindestens 20 Euro Strafe.

Deutschland hinkt hinterher

Tatsächlich fällt das Bußgeld in Deutschland im internationalen Vergleich sehr gering aus. In Österreich beispielsweise kostet ein Verstoß reichlich 700 Euro. Wer außerdem Einsatzfahrzeuge behindert, der zahlt bis zu 2.180 Euro. In der Schweiz werden Autofahrer über den Radio-Verkehrsfunk grundsätzlich aufgefordert, eine Rettungsgasse zu bilden. In Deutschland gibt die Polizei diese Forderung nicht bei jedem Unfall an die Radiosender durch.

So wird die Rettungsgasse gebildet

Auf einer zweispurigen Straße ist der Fall klar: Wer auf der linken Spur fährt, fährt ganz nach links und auf der rechten Spur ganz nach rechts. Komplizierter wird es bei drei- und vierspurigen Straßen. Nach einem neuen Update der Regelung soll die Gasse nun bei drei- und vierspurigen Autobahnen zwischen der linken und allen übrigen rechten Spuren gebildet werden. Die Autos auf der linken Spur fahren dazu nach links, alle anderen nach rechts.

Fast perfekt

Wie eine Rettungsgasse aussehen sollte, das zeigt die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn in ihrem Video vom April 2016. Auf dem Weg zu einem Einsatz fand die Feuerwehr eine fast perfekte Rettungsgasse vor.

Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2017, 14:10 Uhr