Schießerei bei Konzert in Las Vegas Mindestens 50 Tote und 500 Verletzte durch Todesschützen

BRISANT | 02.10.2017 | 17:15 Uhr

Bei einem Konzert in Las Vegas hat ein Täter mindestens 50 Menschen erschossen, bevor er selbst ums Leben kam. Außerdem wurden mehr als 500 Menschen verletzt. Eine Frau, die zunächst von der Polizei gesucht wurde, war offenbar nicht an der Tat beteiligt.

Mindestens 50 Tote und mehr als 500 Verletzte

Bei einer Schießerei in Las Vegas sind 50 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze sei von der Polizei gestellt worden und dann ums Leben gekommen. Offenbar tötete er sich bei der Konfrontation selbst. Einem TV-Bericht zufolge löste seine Waffe den Rauchalarm in seinem Hotelzimmer aus; so hätten die Polizisten schnell auf seinen Aufenthaltsort schließen können.

Polizei geht von nicht-extremistischem Einzeltäter aus

Die Schüsse habe er nach Polizeiangaben aus dem 32. Stockwerk des Hotels und Casinos "Mandalay Bay" abgegeben. Momentan geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter gehandelt hat. Dennoch wurde zwischenzeitlich nach zwei Fahrzeugen und einer Frau gefahndet. Die Frau sei inzwischen gefunden worden, war aber offenbar nicht an der Tat beteiligt, wie es aus Polizeikreisen heißt. Die Behörden gehen indes beim Täter nicht von einem extremistischen Hintergrund aus. Der Mann habe nach ersten Erkenntnissen keine Verbindungen zu militanten Gruppen gehabt.

Schüsse aus automatischer Waffe

Auf Videos in den sozialen Online-Netzwerken ist zu sehen, wie das Konzert im Rahmen des Country-Music-Festivals "Route 91 Harvest" durch die Schüsse jäh unterbrochen wurde. Dabei schien es sich um Schüsse aus einer automatischen Waffe zu handeln. Auf Bildern vom Angriffsort waren flüchtende Konzertbesucher zu sehen sowie auf dem Boden liegende Menschen. Viele von ihnen wären blutüberströmt gewesen, sagte ein junger Mann dem Sender CNN. Eine weitere Konzertbesucherin sagte: "Wir krochen über Tote". Sie habe vielfache Schüsse gehört, vermutlich aus mindestens einem automatischen Gewehr. Andere Zeugen sprachen sogar von hunderten Schüssen.

Schießerei in Las Vegas wärend eines Festival.
Das Gebäude links im Hintergrund ist das Hotel und Casino "Mandalay Bay. Direkt davor liegt das Konzertgelände. Die Polizei war mit vielen Einsatzkräften vor Ort. Bildrechte: IMAGO

Präsident Trump drückt Anteilnahme aus

Inzwischen hat auch US-Präsident Donals Trump seine Anteilnahme via Twitter ausgedrückt. "Meine tief empfundenes Beileid und mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien", schrieb Trump.

Der Strip, die weltberühmte Hauptstraße der Glückspiel-Metropole, wurde teilweise gesperrt. Flüge zum nahegelegenen "McCarran International Airport" wurden umgeleitet. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, die Gegend zu meiden. Außerdem appellierten die Einsatzkräfte, keine Livebilder vom Unglücksort ins Internet zu stellen.

Las Vegas Die Stadt des Glücksspiels gehört zu den meistbesuchten Städten der Welt. Etwa 43 Millionen Menschen reisten 2016 in die Glitzermetropole im US-Bundesstaat Nevada.

Weltbekannt wurde Las Vegas durch die vielen Casinos und spektakulären Shows von Stars wie Elvis Presley und Frank Sinatra. Die Möglichkeit, in kürzester Zeit zu heiraten, zieht nach wie vor viele Liebespaare in die Stadt.

Las Vegas wurde 1905 in der Mojave-Wüste gegründet und hat heute etwa 630.000 Einwohner.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 02. Oktober 2017 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2017, 18:36 Uhr