Ball auf einem Bolzplatz (Symbolbild)
Bildrechte: dpa

Erdwall gegen Kinderlärm Streit um Bolzplatz wird zur Posse

BRISANT | 19.05.2017 | 17:15 Uhr

Eigentlich sollte der Bolzplatz in Völklingen-Fürstenhausen längst fertig sein. Doch daraus wird nichts. Nachdem ein Anwohner mit einer Klage für den Neubau gesorgt hatte, will ein anderer rechtlich dagegen vorgehen.

Ball auf einem Bolzplatz (Symbolbild)
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Ein Bolzplatz zwischen Eigenheimen im saarländischen Völklingen-Fürstenhausen sei viel zu laut, beschwerte sich ein Anwohner - und bekam Recht. Oberbürgermeister Klaus Lorig beschloss im Alleingang: Der Bolzplatz kommt weg. Ein neuer wird gebaut - für 40.000 Euro und nur wenige Meter neben dem Alten. Lorig argumentierte damals, keine andere Wahl gehabt zu haben, da der alte Bolzplatz ohne Genehmigung gebaut worden sei.

Erdwall sorgt für neuen Streit

Den Lärm sollte ein Erdwall abschotten. Der ist drei Meter hoch und zehn Meter lang - und liegt direkt hinter dem Grundstück von Thomas Heilbrunn. Der Vater von zwei Kindern hatte nie Probleme mit dem alten Platz. Er genoss die Aussicht, auch auf Felder und Wiesen. Die ist jetzt allerdings komplett ruiniert. Heilbrunn ärgert sich massiv. Verständlich, findet Stadtratsmitglied Paul Ganster. Er hatte damals zwar für den Erdwall gestimmt. Nun ist er aber selbst überrascht, wie hoch der Wall am Ende wirklich ist. Doch der Stadtrat besteht drauf - aus Lärmschutzgründen. Heilbrunn ist das egal. Er will das Ungetüm ganz weg haben. Notfalls will er vor Gericht ziehen.

Inzwischen wollte der Stadtrat den Wall wieder abtragen lassen. Die Stadt will aber erst ein neues Lärmschutzgutachten abwarten. Der Wall bleibt also vorerst.

Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2017, 21:08 Uhr