Dorfbewohner in Angst und Schrecken Terror-Storch Ronny ist zurück

BRISANT | 02.05.2017 | 17:15 Uhr

Er ist wieder da: Problemstorch Ronny nervt aufs Neue. Das Dorf Glambeck im Norden Brandenburgs muss sich offensichtlich wieder auf Storch-Attacken auf Autodächer und Fensterscheiben einstellen.

Ein Storch steht  vor einer Terrassentür. Es handelt sich nach Angaben der Ortsvorsteherin um Problemstorch «Ronny», der im vergangenen Jahr das Dorf mit Attacken auf Autodächer und Fensterscheiben tyrannisiert hatte.
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Storch Ronny, der im vergangenen Jahr mit seinen Schnabelattacken bundesweit Schlagzeilen gemacht hatte, ist seit kurzem wieder da, sagt Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase. Sie hat den Storch nach eigenen Worten in diesem Frühling bereits im heimischen Garten gesichtet - und betont: "Er hat sich nicht verändert."

Mehr Vatertier als Krawallvogel?

In diesem Jahr scheint er allerdings endlich eine Partnerin gefunden zu haben. Und widmet sich - so die Hoffnung der Dorfbewohner - vielleicht mit seiner überschüssigen Energie der Versorgung seiner Familie, anstatt wieder auf das Eigentum der Anwohner loszugehen. Doch es soll wohl auch in diesem Jahr bereits vereinzelte Attacken gegeben haben. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Saison entwickelt und ob Ronny vielleicht in seiner neuen Vaterrolle aufgeht.

Tierschützer: "Übertriebenes Balzverhalten"

Im vergangenen Jahr hatte Ronny monatelang das Dorf tyrannisiert. Er hackte, was das Zeug hielt, auf dunkle Autodächer und Fensterscheiben ein. Tierschützer vermuteten damals übertriebenes Balzverhalten. Offenbar erkannte er in seinem dort auftauchenden Spiegelbild unliebsame Konkurrenz auf Brautschau. Bewohner wussten sich nicht anders zu helfen, als Bettlaken vor Fenster zu hängen. Viele Autos wurden nur noch in Garagen geparkt. Doch nicht alle entkamen Ronny: Er hinterließ tiefe Macken im Autolack.

Im Herbst atmete das Dorf dann auf, als Zugvogel Ronny den Abflug machte. Doch die Pause währte nur wenige Monate.

Zuletzt aktualisiert: 02. Mai 2017, 20:43 Uhr