BRISANT

Tod am Bahnübergang : Zwei Mädchen von Regionalexpress getötet

Brisant | 28.12.2012 | 17:15 Uhr

Zwei 15 Jahre alte Mädchen sind am Donnerstagabend beim Überqueren eines Bahnübergangs im bayrischen Günzburg von einem Regionalexpress erfasst und getötet worden. Wie es zu dem tragischen Unfall kam, ist noch unklar. Nach den Angaben eines Polizeisprechers aus Kempten könne Starkregen die Sicht behindert haben. Am Fußweg habe es zwar - anders als an der Straße - keine Schranke gegeben, aber ein Warnlicht kündige dort die herannahenden Züge an.

Überlebende Schwester und Zugführer unter Schock

Unfallstelle nahe Günzburg
Wurde das Warnsignal von den Mädchen übersehen?

"Ob sie das Rotlicht übersehen oder missachtet haben, entzieht sich momentan unserer Kenntnis", erklärte der Polizeisprecher zum Stand der Ermittlungen. Die 16-jährige Schwester eines der Unfallopfer hatte die Schienen zuerst überquert und konnte sich noch vor dem Zug in Sicherheit bringen. Sie blieb unverletzt. Sie und der Zugführer haben einen Schock erlitten und wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Gutachter sollen Licht ins Dunkel bringen

Ein Sachverständiger und das Eisenbahnbundesamt sollen nach einem Bericht des Bayrischen Rundfunks in den nächsten Tagen den Unfallhergang rekonstruieren. Geprüft werde dabei auch, ob ein technischer Defekt zu dem tragischen Unglück geführt haben könnte.

Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2012, 18:14 Uhr