Peter Fitzek
Peter Fitzek machte laut Urteil unerlaubt Geld mit einer eigenen Krankenkasse. Bildrechte: dpa

"König von Deutschland" Weitere Haftstrafe für Peter Fitzek

BRISANT | 11.08.2017 | 17:15 Uhr

Der selbsternannte "König von Deutschland", Peter Fitzek, ist bei einem Berufungsverfahren wegen mehrerer Taten zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Und es laufen weitere Verfahren gegen den Mann.

Peter Fitzek
Peter Fitzek machte laut Urteil unerlaubt Geld mit einer eigenen Krankenkasse. Bildrechte: dpa

Der Wittenberger Peter Fitzek ist am Dessauer Landgericht zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden. Wegen mehrerer Vergehen soll der selbsternannte "König von Deutschland" zweieinhalb Jahre im Gefängnis verbringen. Die Richterin sah es als erwiesen an, dass der 51-Jährige illegale Geschäfte mit einer Art eigener Krankenkasse gemacht hat, der "neudeutschen Gesundheitskasse". Ohne Genehmigung habe Fitzek dabei Einnahmen von 360.000 Euro erzielt.

Außerdem wurde Fitzek in zwei weiteren Verfahren schuldig gesprochen. Dabei ging es um Fahren ohne Fahrerlaubnis in mehreren Fällen. Fitzek hatte sich vergeblich auf einen angeblich gültigen Führerschein aus Paraguay berufen. Wie ein Reporter berichtet, kämpfte Fitzek verbissen um einen Freispruch. Der frühere Koch, Karatelehrer und Videothekar hielt eine lange Rede, konnte aber nicht überzeugen.

Fitzek sitzt bereits im Gefängnis

Vorherige Urteile der Amtsgerichte Dessau-Roßlau und Wittenberg wegen der verschiedenen Vorwürfe hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Fitzek angefochten. Sie wurden nun zusammen am Landgericht verhandelt. In erster Instanz war Fitzek wegen der Vorwürfe zu Geld- und Haftstrafen verurteilt worden.

Der Mann sitzt derzeit bereits eine fast vierjährige Haftstrafe aus einem anderen Verfahren ab. Wie lange er am Ende im Gefängnis bleiben wird, ist unklar. Denn es gibt noch weitere Verhandlungen gegen ihn, zum Beispiel wegen Urkundenfälschung und Beleidigung. Am Ende sollen alle Urteile zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst werden.

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Zuletzt aktualisiert: 10. August 2017, 20:10 Uhr