Dritter Wintertag in Folge : Hunderte Kilometer Stau in NRW
Brisant | 16.01.2013 | 17:15 Uhr
Winterwetter in Nordrhein-Westfalen: An Rhein und Ruhr brachte der Schnee den Berufsverkehr erneut ins Schlittern. Die Polizei meldete mehrere Hundert Kilometer Stau auf glatten Straßen. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.
Schnee, Unfälle und Staus machten zum Wochenbeginn in Nordrhein-Westfalen die Fahrt zur Arbeit für Pendler zu einer Nervenprobe. Auf spiegelglatten Straßen schepperte es reihenweise. Auf vielen Straßen ging nichts mehr. Insgesamt 260 Kilometer Stau zählte die Landesleitstelle der Polizei zu Spitzenzeiten am Dienstag im morgendlichen Berufsverkehr. Am Mittwoch waren es nach Hochrechnungen des ADAC insgesamt sogar 450 Kilometer. "Da haben wir in NRW immer viele Staus - solche Witterungsbedingungen verstärken das Problem allerdings", sagte Landesstellenleiter vom Dienst, Oliver Struckmeier.
Sperrungen und Unfälle
So behinderten quer stehende Lastwagen im Regierungsbezirk Köln den Verkehr, wie ein Sprecher der Landesleitstelle in Neuss sagte. Auf der A4 war die Anschlussstelle Kerpen in Fahrtrichtung Aachen nach einem Lkw-Unfall gesperrt. Zeitweise gab es dort mehr als 30 Kilometer Stau. Ebenfalls nach einem Lkw-Unfall gesperrt wurde die A4 zwischen Overath und Untereschbach in Richtung Köln. Es habe mehr Unfälle gegeben als gewöhnlich - "glücklicherweise meist nur Blechschäden", sagte Struckmeier.
Räumfahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz
Räum- und Streufahrzeuge des Landesbetriebs Straßenbau sind weiterhin rund um die Uhr im Einsatz. "Immerhin 20.000 Kilometer Straßen versuchen wir schnee- und eisfrei zu halten", sagte Behördensprecher Bernd Löchter. Verglichen mit Wintereinbrüchen vor zwei oder drei Jahren stelle die jetzige Witterung die Autobahnmeistereien aber vor keine großen Probleme. Von 700 Streu- und Räumfahrzeugen sei erst etwa die Hälfte unterwegs. Auch um Streusalznachschub sorge er sich nicht.
Es bleibt kalt
Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Andauernde Minusgrade werden auch an den kommenden Tagen dafür sorgen, dass die weiße Pracht in Nordrhein-Westfalen erhalten bleibt. "Es bleibt die ganze Woche kalt mit mehr oder weniger Dauerfrost", sagte Cornelia Urban, Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Essen.

