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Der Dutt

Sendung vom 07. Juni 2008

Lange war der Dutt Inbegriff des Bibliothekarinnen-Charmes. Doch die Sängerin Amy Winehouse inspirierte mit ihrer Hochsteckfrisur nicht nur Karl Lagerfeld, sondern auch Dutzende anderer Mode-Designer nebst der dazugehörigen Stylistenarmada. Deshalb ist der Dutt jetzt DIE In-Frisur.

Es wird gepolstert: Falsche Haarteile und dutzende von Haarnadeln sorgen für Volumen. Die Modenschauen der großen Designer für das Jahr 2008 zeigen nicht nur neue Mode, sondern auch den neusten Frisurentrend: Dutts am laufenden Band. Großes Vorbild ist die britische Sängerin Amy Winehouse. Ihr Vogelnest wird nicht nur auf der Straße, sondern auch auf den Laufstegen kopiert. Vorteil für die Stylisten: Die Hochsteckfrisur ist angenehm einzusetzen, weil sie nicht zu sehr von der Garderobe ablenkt.

Bei langem Haar ist so ein Arrangement in fünf Minuten gesteckt. Für einen Dutt sind vier Schritte nötig: Erst wird das Haar hochtoupiert, mit Haarteil oder Polster noch voluminöser gemacht und dann festgesteckt - worauf im letzten Schritt eine gute Portion Haarspray die Frisur fixiert. Die Größe des Dutts ist von der Kleidung und dem Anlass abhängig. Für einen Opernabend beispielsweise darf und muss er opulent und ausladend sein, erklärt Szenefriseur Shan Rahimkhan: "Bei so einem Opernfest ist es ganz wichtig, dass man eine große Frisur hat, wenn man großen Schmuck und große Kleider trägt. Da ist es ganz wichtig, dass man auch mit dem Kopf nicht zu klein wird. Oft hat man einen zu kleinen Kopf und zu viel Kleid."

Wer es etwas legerer und weniger auffällig mag, verzichtet auf die Polster. Die Frisur erscheint schmaler. Shan Rahimkhan bindet einen Zopf, der in Fransen aufgesteckt wird. Dieser Look sieht nun nicht mehr nach einem Friseurbesuch aus, sondern eher wie schnell selbst gebunden.

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2008, 14:16 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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