Unterstützung für Forschungsprojekte : Wofür werden Ihre Spenden verwendet?
Die Jose Carreras Stiftung finanziert mit den Spendengeldern aus verschiedenen Aktionen und der Gala viele Forschungsprojekte. Hier finden Sie die Projekte, die 2010 unterstützt wurden.
Medizinische Hochschule Hannover und Universität Regensburg:
Biomarker zur Diagnose der chronischen Graft-versus-Host Erkrankung. Sie tritt auf, wenn der Körper eines Patienten sich gegen die transplantierten Stammzellen wehrt und dadurch sterben kann.
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Klinische Chemie (IKC) / Universitätsmedizin Mannheim, 3. Medizinische Klinik:
Früherkennung einer Infektion durch Pilzerkrankungen bei Patienten mit intensiver Chemotherapie.
Universität Ulm, Institut für Transfusionsmedizin:
Vergleich von Patienten, die eine Transplantation erhalten haben und den Anlagen der Stammzellenspendern. Ziel ist es, die Deckungsgleichheit sog. Polymorphismen festzustellen und mit dem Heilungserfolg zu vergleichen.
Klinikum der Universität München, Medizinische Klinik und Genzentrum / Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Biologie:
Optimierung und präklinische Entwicklung des neuen Wirkstoffes Triplebodies 123-16-33 zum Einsatz gegen die Akute Myeloische Leukämie
Universitätsklinikum Jena, Klinik für Innere Medizin II:
Charakterisierung eines Signalweges zwischen Stammzellen, der die Wirksamkeit einer Chemotherapie reduziert.
Charité Berlin, Medizinische Klinik III:
Bedeutung von myeloischen Zellen für die Gefäßneubildung, um Patienten mit einer Graft-versus-Host Erkrankung zu heilen und zugleich den eigentlichen Tumor weiter zu bekämpfen.
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg / Universität Heidelberg, Medizinische Klinik V:
Aktivierung natürlicher Killerzellen durch das eigene Immunsystem, die einen Tumor bekämpfen können.
Universitätsklinikum Tübingen, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I:
Manipulation der Stammzellfraktion der AML, eines kleinen Anteils von Leukämiezellen, die neue Leukämie hervorrufen können.
Universitätklinikum Freiburg, Abt. Hämatologie / Onkologie:
Validierung eines "Frailty Index" für ältere Patienten. Ältere Leukämie-Patienten werden zu Lebensqualität und funktionellen Fähigkeiten vor und während Therapien befragt und die Ergebnisse verglichen.
Georg Speyer Haus, Frankfurt am Main:
Beobachtung Erneuerung und Differenzierung von Stammzellen, um die Entstehung von Leukämie durch Fehlsteuerung zu vermeiden.
Universität Ulm, Klinik für Innere Medizin III / DKFZ, Abteilung für Epigenomik und Krebsrisikofaktoren:
Identifikation einer epigenetischen Signatur, die den Therapieerfolg bei chronisch lymphatischer Leukämie voraussagen kann.
Technische Universität München, III. Medizinische Klinik / Wissenschaftszentrum Weihenstephan, Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik:
Modellversuche um zu erkennen, wie Leukämie initiierende Stammzellen gesunde Zellen aus der Stammzellnische verdrängen und deren Funktion dann verändern.
Universitätsklinik Köln, Klinik I für Innere Medizin:
Chemotherapie-Patienten erkranken besonders schnell an Schimmelpilzen, bis zu 30Prozent sterben daran. Manche Schimmelpilze in der Umwelt sind gegen Medikamente resistent, möglicherweise aufgrund des Einsatzes von Azolantimykotika in der Landwirtschaft. Die Studie führt eine bundesweite Umfrage an Leukämiezentren durch, dokumentiert entsprechende Fälle und führt Resistenztests an Schimmelpilzkulturen durch.
Universitätsklinikum Halle, Klinik für Onkologie/Hämatologie:
Micro-RNAs sind kleine Moleküle und wichtig für die Stammzellentwicklung und Leukämie-Entstehung. Das Projekt identifiziert und charakterisiert weitere dieser Moleküle, damit in Zukunft möglicherweise microRNA-basierte Therapien für Leukämien entwickelt werden können.
Universitätsmedizin Mainz, III. Medizinische Klinik:
Analyse der Interaktion von Zellen in der äußeren Hautschicht des Menschen bei einer Transplantat-gegen-Wirt Erkrankung.
Universität Frankfurt am Main, Institut für "Vascular Signalling":
Analyse, inwieweit einfache Medikamente wie z. B. Ibuprofen den Signalweg zwischen Stammzellen hemmen können, um deren Neu- oder Fortentwicklung zu hemmen.
Universitätsklinik Köln / Förderverein für krebskranke Kinder e.V.:
Finanzierung von zwei Schwesternstellen, um schwerkranke und sterbende Kinder und Jugendliche in ihren letzten Tagen im Kreis der Familie medizinisch versorgen zu können.
Medizinische Hochschule Hannover , Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie:
Untersuchung von Gewebezellen "in vitro", um Voraussetzungen für eine kindliche Leukämie zu definieren.
Charité Berlin, Klinik für Pädiatrie m.S. Onkologie/Hämatologie:
Forschungsprojekt, bei dem durch multiparametrische Durchflusszytometrie mehrere tausend bis eine Million Zellen gleichzeitig auf Größe, Granularität und Bindung von Antikörpern untersucht werden können.
Technische Universität München, III. Medizinische Klinik:
Die Mikroumgebung der Stammzellen spielt scheinbar eine große Rolle bei der Entwicklung der Krankheit. Das Projekt untersucht einen identifizierten Regulator und beobachtet Veränderungen in der Mikroumgebung bei Induzierung des Modellonkogen Myc.
Universitätsklinikum Regensburg, Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin:
Funktionelle Analyse von minimalen genetischen Varianten, die bei Erkrankungen eine wesentliche Rolle spielen können.
Universität Düsseldorf, Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika und Klinik für Hämatologie, Onkologie und klinische Immunologie:
Untersuchung der Funktion natürlicher Killerzellen in Patienten mit myelodysplastischem Syndrom (MDS).
Charité Berlin, Campus Benjamin Franklin - Hämatologie und Onkologie:
Proteine regulieren den Signalweg zwischen den Stammzellen. Das Projekt findet heraus, welche Rolle die sog. IGFBP7-Proteine beim Wachstum von Leukämiezellen spielt.
Universität Göttingen, Abteilung Molekulare Onkologie:
Das Medikament Cytarabin setzt in einer Leukämiezelle eine Signalkette in Gang, an deren Ende der Zelltod steht. Dabei wurde nun ein Enzym identifiziert, das für die Aktivierung dieser Signalkette benötigt wird. Dieses Enzym kann in der Zelle auch unabhängig von Chemotherapie aktiviert werden. Das Projekt untersucht dieses Enyzm und will klären, wie es dafür sorgt, dass die Zelle abstirbt.
Universität Köln, Abteilung I für Innere Medizin:
Projekt zur Analyse einiger Krebsarten, um einen genaueren Therapieverlauf bestimmen zu können.
Universität München, III. Medizinische Klinik:
Die chronische lymphatische Leukämie ist derzeit nicht heilbar. Oft bleibt nur die Transplantation von Knochenmark und Immunzellen. Die T-Zellen des Spenders greifen jedoch nicht nur kranke Zellen an, sondern auch gesunde. Das Projekt will nun T-Zellen so generieren, dass sie nur auf Leukämiezellen ansprechen.

