Rückblick | CLARA-Schultour mit dem MDR SINFONIEORCHESTER Gershwin, Ligeti und CLARA

Die CLARA-Schultour machte im Mai Station in Eilenburg und Tangermünde. Unter der Leitung von Leslie Suganandarajah spielte das MDR SINFONIEORCHESTER Musik von Gershwin und Ligeti. Durch das Programm führte MDR-Musikvermittler Ekkehard Vogler von CLARA, dem Jugend-Musik-Netzwerk des MDR.

Das MDR SINFONIEORCHESTER spielt im Bürgerhaus Eilenburg.
Bildrechte: MDR/Beatrix Henger

Konzert statt Mathe: Die CLARA-Schultour führte das MDR SINFONIEORCHESTER am 17.05.2017 nach Eilenburg und am 18.05.2017 nach Tangermünde.

Das MDR SINFONIEORCHESTER spielt im Bürgerhaus Eilenburg. Zu sehen ist ein Ausschnitt des Orchesters.
Bildrechte: MDR/Beatrix Henger

Das Bürgerhaus Eilenburg war bis auf den letzten Platz gefüllt, ca. 400 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 der Friedrich-Tschanter-Oberschule lauschten den Klängen des Orchesters. Selbst der Eilenburger Oberbürgermeister ließ es sich nicht nehmen, in diesem Konzert Auszüge aus dem wohl bekanntesten Werk George Gershwins "Rhapsody in blue" zu hören. In Tangermünde wurde die Aula kurzerhand zum Konzertsaal umgebaut. In zwei Konzerten erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 11 ein großes Orchester hautnah.

MDR-Musikvermittler Ekkehard Vogler nahm die Jugendlichen mit in die Welt Gershwins und Ligetis: Die beiden außergewöhnlichen Komponisten beeinflussten die Entwicklung der Musik im 20. Jahrhundert wesentlich.

Das MDR SINFONIEORCHESTER spielt in der Aula des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde.
Bildrechte: MDR/Beatrix Henger

George Gershwin brachte die Klang- und Rhythmuswelten der Afroamerikaner in New York mit sinfonischer Musik zusammen und schlug damit eine Brücke zwischen weißer und schwarzer Kultur. Bis heute füllen seine Werke die Konzertsäle der Welt. Unter Leitung von Leslie Suganandarajah, einem jungen Dirigenten, der demnächst ein Engagement im Landestheater Linz antritt, spielte das Orchester Gershwins "Overture for a Gershwin Concert" im Arrangement von Gregory Stone und "Rhapsody in blue" im Arrangement von Jerry Brubaker. Der Rumäne György Ligeti liebte die Volksmusik aus seiner Heimat Transsilvanien und brachte die teils wilden, dissonanten Klänge in seine Kompositionen ein. Aber auch andere Volksmelodien verarbeitete Ligeti in seinem "Concert Romanesc", aus der der 2., 3. und 4. Satz zu hören waren. Ligeti, als großer Experimentierer in der Musikwelt bekannt, schrieb nicht nur Werke für klassische Musikinstrumente, sondern überraschte sein Konzertpublikum auch mit Musikstücken für 100 Metronome oder für 12 Autohupen und 6 Türklingeln. Er wollte stets ermutigen, traditionelle Pfade zu verlassen und er hat es vorgemacht, mit außergewöhnlichen Rhythmen, mit Klangflächen, die keinen Anfang und kein Ende zu haben scheinen und mit völlig neuem Instrumentarium.

Das war auch die Botschaft an die Schülerinnen und Schüler im CLARA-Konzert: Seid mutig, experimentiert und scheut euch nicht, Fehler zu machen - schließlich hatten Gershwin und Ligeti ihre Misserfolge.

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2017, 10:44 Uhr